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02.03.2012

14:23 Uhr

Berlin-Tegel

Knapp 30 Flüge wegen Streiks ausgefallen

Auf dem Flughafen Berlin-Tegel hat das Bodenpersonal kurzzeitig die Arbeit niedergelegt und damit für den Ausfall von rund 30 Flügen gesorgt.

Mitarbeiter von Globe Ground während des Streiks in Berlin-Tegel. Reuters

Mitarbeiter von Globe Ground während des Streiks in Berlin-Tegel.

BerlinWegen eines Warnstreiks des Bodenpersonals sind am Berliner Flughafen Tegel am Freitag knapp 30 Flüge gestrichen worden und zahlreiche weitere Verbindungen verspätet gestartet. Die meisten Mitarbeiter des Dienstleisters Globeround folgten dem Aufruf zu einer dreieinhalbstündigen Arbeitsniederlegung, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Nach Angaben eines Flughafensprechers hatte sich der Flugverkehr mittags wieder normalisiert.

Der Warnstreik begann um 06.00 Uhr morgens und dauerte bis 09.30 Uhr. Rund 300 Mitarbeiter von Globeground waren zu diesem Zeitpunkt zur Arbeit eingeteilt, wie Verdi-Streikleiter Jens Gröger sagte. Da der Arbeitgeber auch Streikbrecher eingesetzt habe, habe der Warnstreik „sehr kurzfristig“ angesetzt werden müssen.

Bei Globeground sind rund 1500 Menschen beschäftigt. Das vor rund vier Jahren privatisierte Unternehmen ist an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld für 80 Prozent der Bodendienstleistungen in der Passagier- und Gepäckabfertigung zuständig.

Verdi hatte zu Warnstreiks aufgerufen, weil die Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen für die meisten Beschäftigten eine deutliche Absenkung des Einkommensniveaus durchsetzen wollen, wie die Gewerkschaft erklärte. Das Angebot sei „jenseits alles Guten“, sagte Gröger.

Verdi fordert für die Globeground-Beschäftigten ein Gehalts-Plus von vier Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Streikleiter Gröger erläuterte, der Gehaltszuschlag solle den unteren Einkommensgruppen relativ stärker zugute kommen. Die meisten Beschäftigten seien Geringverdiener mit Einstiegsgehältern von monatlich knapp 1500 Euro.

Erst am Mittwoch waren tagelange Streiks der Vorfeldbeschäftigten am Frankfurter Flughafen per Gerichtsentscheid gestoppt worden. Der Flughafenbetreiber Fraport und die Lufthansa hatten dies per Eilantrag erwirkt.

Von

afp

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