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05.01.2005

12:34 Uhr

Beschwerde bei Kartellamt

Spediteure beschweren sich über Toll Collect

Die Maut-Auseinandersetzungen zwischen den Fuhrunternehmen und dem Betreiber Toll Collect haben jetzt das Bundeskartellamt erreicht.

Wegen mit Bargeld überfüllter Kassenhäuschen konnten einige Lkw-Fahrer nicht mehr einzahlen. Foto: dpa

Wegen mit Bargeld überfüllter Kassenhäuschen konnten einige Lkw-Fahrer nicht mehr einzahlen. Foto: dpa

HB BERLIN. Der Bundesverband Spedition, Logistik und Entsorgung (BGL) hat bei den Wettbewerbshütern jetzt Beschwerde über einseitige Haftungsbeschränkungen von Toll Collect bis zu 12 500 Euro und andere plötzliche Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen eingereicht. Das bestätigte BGL-Hauptgeschäftsführer Karlheinz Schmidt der Deutschen Presse-Agentur.

Das Betreiberunternehmen habe die Gesamthaftung sogar auf nur 10 Millionen Euro begrenzt, sagte Schmidt. „Das ist völlig unangemessen. Da hat jede Kfz-Versicherung eine höhere Deckung.“ Fielen wichtige Transportlieferungen auf Grund von Programm- und sonstigen System- Fehlern von Toll Collect aus, müssten die Spediteure Schadens- Forderungen ihrer Auftraggeber an den Verursacher weiter geben können. Schon im Einzelfall gehe es schnell um drei Millionen Euro. Toll Collect aber wolle sich „mit seiner marktbeherrschenden Stellung mit nur 12 500 Euro aus der Verantwortung stehlen“.

Schmidt: „Ich halte das schon für hammerhart, den Fuhrunternehmen erst am 28. Dezember kurz vor dem Mautstart zu schreiben, seit dem 21. 12. stünden neue Geschäftsbedingungen im Internet.“ Die träten in Kraft, wenn man nicht innerhalb von 6 Wochen widerspreche. „Aber wenn man widerspricht, behält sich Toll Collect vor zu kündigen.“

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