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19.02.2014

07:14 Uhr

Bestechungsverdacht

Razzien bei Lufthansa Cargo

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat bei der Frachttochter der Lufthansa 17 Geschäftsräume durchsucht. Fünf Mitarbeiter stehen im Verdacht, in einen Bestechungsfall verwickelt zu sein.

Gegen die beiden Cargo-Vorstände Martin Schmitt und Karl-Rudolf Rupprecht laufen laut „Spiegel“ Ordnungswidrigkeitsverfahren. dpa

Frachtflugzeug der Lufthansa-Cargo

Gegen die beiden Cargo-Vorstände Martin Schmitt und Karl-Rudolf Rupprecht laufen laut „Spiegel“ Ordnungswidrigkeitsverfahren.

FrankfurtDie Staatsanwaltschaft Frankfurt hat im Rahmen von Korruptionsermittlungen Geschäftsräume von Lufthansa Cargo durchsucht. Es habe Razzien bei insgesamt 17 Objekten in verschiedenen Bundesländern gegeben, darunter auch die Räumlichkeiten der Lufthansa-Frachttochter in Frankfurt, sagte eine Sprecherin am Dienstagabend auf Anfrage und bestätigte damit einen Bericht von „Spiegel Online“. Der Behörde zufolge wird wegen Bestechung gegen fünf Personen ermittelt.

Das sind die neuen Flieger der Lufthansa

Spritsparende Modelle

Die Lufthansa hat im Herbst 2013 für 14 Milliarden Euro die neuesten Langstrecken-Jets von Boeing und Airbus bestellt. Die Airline deckt sich mit zweistrahligen Langstrecken-Jets ein, die wesentlich weniger Sprit verbrauchen sollen als derzeitige Modelle. Das ist wichtig, da die Tankrechnung einer der größten Kostenposten der Airline ist. Mit 300 bis gut 400 Sitzen sind die neuen Flieger eine Nummer kleiner als das Lufthansa-Flaggschiff, der Airbus A380.

A350 – Leichtbauweise und neue Triebwerke

Der A350 ist das neueste Kind des europäischen Flugzeugbauers: Erstmals hob der Jet mit zwei Triebwerken im Juni ab. Das vollkommen neu konstruierte Flugzeug besteht zur Hälfte aus Verbundwerkstoffen, die das Gewicht senken. Die Leichtbauweise und neue Triebwerke sollen dafür sorgen, dass der Spritverbrauch im Vergleich zu heutigen Maschinen um ein Viertel sinkt.

A350 – Platz für bis zu 350 Passagiere

Im A350 haben je nach Variante 270 bis 350 Passagiere Platz. Der von der Lufthansa bestellte Typ A350-900 zählt 314 Sitze. Derzeit liegen 707 Bestellungen für den laut Listenpreis bis zu gut 320 Millionen Dollar teuren Prestigeflieger vor. Das erste Exemplar soll 2014 an Qatar Airways ausgeliefert werden.

777X – Lufthansa Erstkunde?

So weit wie Airbus ist Boeing mit seinem Nachfolger des Bestsellers 777 lange nicht. Offiziell ist der Bau der zweistrahligen Maschinen noch nicht beschlossen - der US-Hersteller sammelt derzeit noch Bestellungen ein. Die Lufthansa hat gute Chancen, Erstkunde für die sogenannte 777-9X zu werden. Auch Emirates spielt eine Großorder durch. Die Auslieferung der Jets dürfte erst Ende des Jahrzehnts starten.

777X – 20 Prozent weniger Kerosinverbrauch

Die von der Lufthansa favorisierte Variante zählt 414 Sitze. Nach der Pannenserie beim Dreamliner 787 setzten die Boeing-Ingenieure aber nicht ganz so viel neue Technologie ein. Nicht das ganze Flugzeuge, sondern lediglich die Flügel und die Triebwerke werden neu konstruiert. Damit soll der Kerosinverbrauch um 20 Prozent sinken. Das Flugzeug ist eine Fortentwicklung des Bestsellers 777, der seit den 90er Jahren fliegt.

Lufthansa Cargo erklärte, im Rahmen der Ermittlungen gegen einen Mitarbeiter seien verschiedene Geschäftsräume im Raum Frankfurt durchsucht worden. Laut „Spiegel Online“ ist einer der Beschuldigten, der Gelder angenommen hat, Geschäftsführer von Handling Counts, einer Tochterfirma von Lufthansa Cargo. Das Unternehmen arbeite in vollem Umfang mit der Behörde zusammen, hieß es.
„Spiegel Online“ zufolge sollen drei der Verdächtigen Schmiergelder gezahlt und die beiden anderen sie angenommen haben. Das Geld sei im Gegenzug für lukrative Aufträge geflossen.

Von

rtr

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