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04.05.2014

21:14 Uhr

Bett, Bad und Butler

Etihad will Flugzeug-Suiten anbieten

Wem die erste Klasse einfach noch zu eng ist, der kann bei der arabischen Fluggesellschaft Etihad bald ganze Suiten im Flugzeug buchen. Inklusive abgetrenntem Schlafzimmer, Minibar und Dusche.

Sieht aus wie ein Hotelzimmer, ist aber in einem Flugzeug: Eine 11,5-Quadratmeter Air-Suite bei Etihad. ap

Sieht aus wie ein Hotelzimmer, ist aber in einem Flugzeug: Eine 11,5-Quadratmeter Air-Suite bei Etihad.

Abu DhabiIm Kampf um eine äußerst zahlungskräftige Kundschaft setzt die arabische Fluggesellschaft Etihad Airways auf Suiten mit Bett, Bad und Butler. Zielgruppe sind Reiche, denen es in der ersten Klasse noch zu eng ist, wie dem am Sonntag in Abu Dhabi vorgestellten Konzept zu entnehmen ist. Die Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten setzt damit ihren letzten Luxusangeboten wie persönliche First-Class-Köche und Kindermädchen noch eins drauf.

Etihad-Chef James Hogan räumte ein, dass die Einführung der ersten Mehrraum-Suiten in den modernen Passagierflugverkehr auch als PR-Gag aufgefasst werden könnte. Natürlich erzeuge das Aufmerksamkeit, aber man wolle damit auch Geld verdienen. „Das ist offensichtlich ein Hallo-Effekt bei der Positionierung von Etihad als Premium-Fluglinie“, sagte er. „Aber wir würden das nicht machen, wenn wir nicht das Gefühl hätten, damit Geld verdienen zu können. Das ist ein erstklassiger Markt, auf dem es Nachfrage gibt.“

Etihad ist die kleinste von drei äußerst schnell wachsenden Golf-Fluggesellschaften. Sie wurde 2003 gestartet und hat mittlerweile 96 Flugzeuge, die im vergangenen Jahr 11,5 Millionen Passagiere beförderten. Ihr Golf-Rivale Emirates bietet inzwischen Passagieren der ersten Klasse Duschen in ihren Airbus A380 an.

Bei Etihad können Einzelpersonen oder Paare demnächst in den A380-Modellen eine dreiteilige Suite im Oberdeck buchen, die fast zwölf Quadratmeter groß ist. Ledersitze, eine gekühlte Minibar und ein Fernseher gehören zum Inventar, ebenso eine Dusche. Ein in London ausgebildeter Butler solle sich um das Wohlbefinden der Gäste kümmern.

Der erste derart ausgerüstet A380 werde vermutlich im Dezember den Flugbetrieb aufnehmen - auf der Strecke von Abu Dhabi nach London. Später werde das Angebot auf Sydney und New York erweitert, sagte der Finanzvorstand Peter Baumgartner. Der Flug von Abu Dhabi nach London in der Luxussuite werde mit gut dem Vierfachen des Preises in der normalen Ersten Klasse zu Buche schlagen - an die 21.000 Dollar (etwa 15.000 Euro).

Von

ap

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

05.05.2014, 10:03 Uhr

Gegenüber Emirates und Etihad wirkt die Erste Klasse der Lufthansa ja bereits heute wie das Asyl eines Obdachlosen.
.
Anders als die "wirklichen" Premium-Airlines (s.o.) will Lufthansa sogar auf bestimmten Langstreckenflügen die Erste Klasse komplett abschaffen und (meines Erachtens) die Flieger noch intensiver zum "Vieh-Transporter" umgestallten.

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05.05.2014, 10:04 Uhr

Da die Schere zwischen arm und reich weltweit immer größer wird , muss man diese Dinge erfinden damit das viele Geld
für solche Sachen wie der Flug von Dubai nach London ca.6 Std.Flugzeit in einer Flugzeug - Suite stattfinden kann !

Account gelöscht!

05.05.2014, 10:18 Uhr

Irgendwann wird sich ein umgerüsteter eigener "Bobby" ja schon rechnen: 11qm allerdings als Premium zu bezeichnen, klingt schon wie sportlich...

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