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28.10.2016

10:13 Uhr

Bier-Absatz

Warmes Wetter sorgt bei Brauern für volle Auftragsbücher

Deutsche Bier-Brauer dürfen sich weiterhin über einen Aufwärtstrend freuen: Sie steuern auf die dritte Absatzsteigerung in Folge in diesem Jahr zu. Der Grund sind die hohen Temperaturen im August und September.

Die deutschen Bier-Brauer steuern auf die dritte Absatzsteigerung in Folge zu. dpa

Aufwärtstrend

Die deutschen Bier-Brauer steuern auf die dritte Absatzsteigerung in Folge zu.

BerlinDie deutschen Bierbrauer steuern in diesem Jahr auf die dritte Absatzsteigerung hintereinander zu. Nach neun Monaten lag der Ausstoß ein Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

„Ein überwiegend trockener und warmer August und Rekord-Temperaturen im September haben durchwachsene Monate im ersten Halbjahr ausgeglichen und vielen Brauereien volle Auftragsbücher beschert“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele. Zusätzlich hätten die Fußball-EM und die 500-Jahr-Feiern zum Reinheitsgebot für Impulse gesorgt.

Hopfen, Malz, Wasser, Hefe - die Zutaten fürs Bier

Malz

Malz wird je nach Biersorte aus Gerste oder Weizen gewonnen. Das Getreide wird mit Wasser vermengt, damit es keimt. Danach wird das Grünmalz ähnlich dem Rösten von Kaffee in der Darre getrocknet. Es gibt über 40 Sorten wie helles und dunkles Malz, Rauch- oder Karamellmalz.

Hopfen

Hopfen sorgt für den mehr oder weniger bitteren Geschmack des Bieres. Zudem beeinflusst er die Schaumkrone und erhöht die Haltbarkeit. Es gibt Bitter- und Aromahopfen. Der Braumeister kann aus über 200 Sorten auswählen. Meist nimmt er mehrere Sorten für einen Sud. In der Hallertau, zwischen München und Nürnberg, liegt das größte Hopfenanbaugebiet der Welt.

Wasser

Wasser ist der Hauptbestandteil jedes Biers. Seine Mineralstoffe beeinflussen den Geschmack. So wird das malzig-süße Münchner Dunkelbier mit hartem Wasser gebraut. Das feinherbe Pils hingegen braucht weiches, kalkarmes Wasser. Die Anforderungen an Brauwasser sind laut Trinkwasserverordnung höher als die an Trinkwasser.

Hefe

Hefe verwandelt bei der Gärung den Malzzucker in Alkohol, Kohlensäure und Wärme. Die Hefe prägt auch das Aroma des Biers maßgeblich mit. Es gibt 200 Hefestämme. Brauer unterscheiden zwischen obergärigen Hefen für Weizen- und untergärigen für Gerstenmalz. Untergärige sinken an den Boden der Flüssigkeit, obergärige steigen auf.

Im Sommerquartal sank der Absatz zwar leicht um 0,7 Prozent. Dafür war aber allein der verregnete Juli verantwortlich, in dem es einen Rückgang um etwa 13 Prozent gab. Im August und September hingegen stieg der Absatz jeweils um rund sieben Prozent. Auch der Brauerei-Riese Heineken profitierte zuletzt vom warmen Wetter in Europa.

Der Bierabsatz in Deutschland war von 2007 bis 2013 rückläufig. Im Jahr 2014, als Deutschland Fußball-Weltmeister wurde, gab es dann erstmals wieder einen leichten Anstieg. Im vergangenen Jahr ging es minimal um 0,1 Prozent nach oben.

Von

rtr

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