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30.04.2015

14:11 Uhr

Bierbrauer optimistisch

Deutsche trinken etwas mehr Bier

Nach dem Höhenflug 2014 ist der Absatz der deutschen Brauer wieder minimal gesunken. Am Bierdurst der Deutschen liegt das nicht. Hierzulande wird sogar etwas mehr Gerstensaft getrunken. Doch der Export schwächelt.

Die Deutschen haben zu Jahresbeginn etwas mehr Bier getrunken als Anfang 2014. dpa

Der Bierkonsum in Deutschland

Die Deutschen haben zu Jahresbeginn etwas mehr Bier getrunken als Anfang 2014.

WiesbadenDie Menschen in Deutschland haben zu Jahresbeginn etwas mehr Bier getrunken als Anfang 2014. Der Inlandsabsatz der in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent auf 17,0 Millionen Hektoliter, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

„Im ersten Quartal 2015 ist die positive Entwicklung des Bierabsatzes im Inland vor allem auf das gute Wetter und die frühlingshaften Temperaturen im März zurückzuführen“, sagte Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB): „Auch der April war überdurchschnittlich sonnig und hat viele Menschen in die Biergärten gelockt.“ Die Inlandsnachfrage ist extrem wichtig für die Branche: 83,4 Prozent des gesamten Bierabsatzes waren im ersten Quartal für den Inlandsverbrauch bestimmt.

Der Weg zur Arbeit: Alkohol und Fahrtüchtigkeit

0 Promille

„absolutes Alkoholverbot“: für Fahranfänger in der Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres nach dem Straßenverkehrsgesetz ( StVG) Ahndung als Ordnungswidrigkeit einschließlich der Teilnahme an einem speziellen Aufbauseminar und Verlängerung der Probezeit um 2 Jahre.

(Quelle: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen)

0,3 Promille

„relative Fahruntüchtigkeit“, das heißt die Fahreignung ist nicht gegeben, wenn typische Ausfallerscheinungen, Fahrfehler oder konkrete Gefährdungen zu den 0,3 ‰ hinzutreten und ein Kausalzusammenhang angenommen werden muss. § 316 Strafgesetzbuch (StGB) sieht Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vor.

0,5 Promille

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat bereits 2001 die 0,5 Promille mit voller Strafbewährung in Kraft gesetzt: § 24a StVG. Ordnungswidrig handelt, wer 0,5 Promille oder mehr beim Fahren eines Kfz aufweist, ohne dass er Ausfallerscheinungen – wie bei der 0,3-Promille-Grenze – aufweisen muss.

1,1 Promille

„absolute Fahruntüchtigkeit“ wird bei dieser Promillegrenze als sicher angenommen und mit Sanktionen nach § 316 StGB belegt, das heißt es liegt eine Straftat vor.

1,6 Promille

„absolute Fahruntüchtigkeit“ auch beim Führen von nichtmotorisierten Fahrzeugen - in der Regel sind dies Fahrräder - im Straßenverkehr. Es kann zum Entzug der Fahrerlaubnis kommen.

Insgesamt setzten die deutschen Brauereien von Januar bis März aber mit rund 20,4 Millionen Hektolitern etwas weniger (minus 0,1 Prozent) Gerstensaft ab als vor Jahresfrist. Das lag vor allem am deutlichen Rückgang der Bierexporte in EU-Länder um 3,2 Prozent auf 2,0 Millionen Hektoliter. Auch die Ausfuhren in Drittländer sanken leicht um 0,3 auf 1,4 Millionen Hektoliter. Zudem wurde weniger (minus 2,3 Prozent) Bier unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien ausgeschenkt.

In den Zahlen sind weder alkoholfreie Biere noch Bierimporte aus Nicht-EU-Ländern enthalten, dafür aber Biermischungen. Diese machten im ersten Quartal mit 0,6 Millionen Hektolitern 3,2 Prozent des gesamten Bierabsatzes aus.

Hoffnung macht den Brauern neben dem stabilen Absatz im Inland auch die wachsende Beliebtheit deutscher Biere in China und den USA. 2014 hatte die Branche wie in den beiden Vorjahren etwas mehr als 1,5 Milliarden Liter Bier im Wert von knapp 1,1 Milliarden Euro ausgeführt. Wichtigste Abnehmer waren Italien, Frankreich und die Niederlande. Auf den Plätzen 4 und 5 folgten China und die USA.

2014 war der Absatz der Brauereien und Bierlager erstmals seit 2006 zum Vorjahr wieder gestiegen. Das lag unter anderem am milden Frühsommer, dem robusten Konsumklima - und auch am WM-Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft in Brasilien. Im Schnitt trank jeder Deutsche nach Berechnungen der Statistiker täglich ein kleines Glas Bier (0,27 Liter). Pro Tag kamen so 22 Millionen Liter zusammen, aufs Jahr gesehen rund 8 Milliarden Liter. Der Trend wird sich aus Sicht der Branche fortsetzen, wie Eichele betonte: „Mit Blick auf 2015 sind die deutschen Brauer optimistisch.“

Von

dpa

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