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26.08.2013

16:24 Uhr

Bierzutat

Wetter vermiest die Hopfenernte

Das Wetter hat den deutschen Hopfenbauern in diesem Jahr übel mitgespielt. Die Ernteaussichten sind gering wie lange nicht, auch die Qualität ist unterdurchschnittlich. Biertrinker müssen sich aber keine Sorgen machen.

huGO-BildID: 32549333 ARCHIV - Hopfendolden an einem Zweig, aufgenommen am 30.08.2012 in Wolnzach (Bayern). Am 26.08.2013 findet in Wolznach die Hopfenrundfahrt mit Bundesagrarministerin Aigner (CSU) statt. Foto: Tobias Hase/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ dpa

huGO-BildID: 32549333 ARCHIV - Hopfendolden an einem Zweig, aufgenommen am 30.08.2012 in Wolnzach (Bayern). Am 26.08.2013 findet in Wolznach die Hopfenrundfahrt mit Bundesagrarministerin Aigner (CSU) statt. Foto: Tobias Hase/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

WolnzachDas Wetter bringt den deutschen Hopfenanbauern in diesem Jahr die schlechteste Ernte seit Jahrzehnten ein. Die Pflanzer rechnen allein im größten deutschen Anbaugebiet, der Hallertau, mit Einbußen von mindestens 23 Prozent. Die Lager seien aber noch von den Vorjahren gut gefüllt und die Biertrinker müssten sich keine Sorgen über Versorgungsengpässe oder Qualität machen, sagte der Präsident der deutschen Hopfenpflanzer, Johann Pichlmaier, am Montag in Wolnzach.

Schuld an den Einbußen sind die langanhaltende Kälte im Winter, die starken Regenfälle im Frühjahr sowie die folgende Hitze im Juli. Zudem zerstörte Hagelschlag etwa 45 000 Zentner. „Einige Hopfenpflanzer können ihre Lieferverträge nicht erfüllen“, sagte Pichlmaier.

Deutschlands größte Getränkehersteller

Platz 10

PepsiCo - 9,75 Millionen Hektoliter

Während Pepsi dem großen roten Konkurrenten international die Stirn bieten kann – in Deutschland schafft es die Limo-Marke nur knapp in die Top 10. Zu den Marken des Konzerns gehören unter anderem Mountain Dew, 7 Up, Tropicana und der Energydrink Rockstar.
Quelle: Lebensmittelzeitung, Daten für 2012

Platz 9

Oettinger-Gruppe - 10,6 Millionen Hektoliter

Mit der Fokussierung auf billiges Bier ist die Oettinger-Gruppe zu einer der größten Brauereien des Landes aufgestiegen.

Platz 8

Riha Richard Hartinger - 11 Millionen Hektoliter

Riha ist Deutschlands größter Fruchtsafthersteller. Dazu zählt etwa die Marke Fruchtquell.

Platz 7

AB-Inbev - 12 Millionen Hektoliter

Die Brauerei-Gruppe steht für Marken wie Beck's und Hasseröder.

Platz 6

Radeberger - 13 Millionen Hektoliter

Die Brauerei gehört zum Oetker-Imperium und vertreibt ab 2015 Pepsi-Produkte in ganz Deutschland.

Platz 5

Bitburger- 14 Millionen Hektoliter

Die Brauerei aus der Eifel hat neben der Stammmarke etliche weitere Biermarken im Angebot wie König Pilsener oder Licher.

Platz 4

Schäff-Gruppe - 19 Millionen Hektoliter

Das Aldi-Mineralwasser Altmühltaler stammt von der Schäff-Gruppe ebenso wie zahlreiche andere Eigenmarken von Discountern.

Platz 3

Hansa-Heemann - 24 Millionen Hektoliter

Auch an Rang drei steht ein Produzent von Handelsmarken für Discounter.

Platz 2

Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke MEG - 26,8 Millionen Hektoliter

Die 100-prozentige Tochter der Schwarz-Gruppe produziert alle Handelsmarken der konzerneigenen Supermarktketten Lidl und Kaufland und hat es damit innerhalb weniger Jahre an die Spitze der deutschen Getränkehersteller geschafft. Das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt ist heute der größte Mineralwasserproduzent Deutschlands.

Platz 1

Coca-Cola - 36,5 Millionen Hektoliter

Der rote Riese regiert auch den Getränkemarkt in Deutschland mit deutlichem Abstand. Die Zentrale zog 2003 von Essen nach Berlin. Mit Fanta wurde eine der großen internationalen Marken des Konzerns von der deutschen Tochter erfunden.

Generell sind aber keine Engpässe zu erwarten. Die Lager seien noch von den Vorjahren gut gefüllt und die Biertrinker müssten sich keine Sorgen über Versorgung oder Qualität machen, betonte Pichlmaier. Sorge bereitet den Hopfenbauern jedoch, dass für die Alphasäure, die für die Bierproduktion wichtig ist, schlechtere Werte prognostiziert werden. Weniger Inhaltsstoff bedeutet zunächst weniger Geld für die Erzeugergemeinschaften.

„Hält dieser Trend aber an, ist mit einem Preisanstieg für Hopfen zu rechnen“, erläuterte Verbandspräsident Pichlmaier. Ob dann auch die Bierpreise steigen werden, liege alleine bei der Brauereien. „Diese haben tausend Gründe, das Bier teurer zu verkaufen. Der Preis für Hopfen spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle“, betonte Pichlmaier.

Dabei hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) bei der traditionellen Hopfenrundfahrt noch positive Nachrichten für die deutschen Anbauer. Bei den Verhandlungen der EU-Agrarreform habe zunächst ein Kahlschlag gedroht. Nach zähen Verhandlungen konnten die EU-Beihilfen für die Erzeugergemeinschaften in Höhe von 2,3 Millionen Euro jedoch gesichert werden. „Wir haben bei der Agrarreform die Grundlage für eine sichere Zukunft des Hopfenanbaus und der Hopfenwirtschaft gelegt“, sagte Aigner.

Von

dpa

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