Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.01.2011

09:40 Uhr

Bilanz 2010

Fraport profitiert von seinen Auslandstöchtern

Aschewolke, Streiks, Sperrungen wegen des Winterwetters: Für Fraport war 2010 eigentlich kein einfaches Jahr. Dennoch schaffte der Betreiber es Frankfurter Flughafens ein deutliches Passagierplus. Das lag vor allem an den Töchtern im Ausland.

Klar aufsteigende Tendenz bei Fraport. Quelle: ap

Klar aufsteigende Tendenz bei Fraport.

HB MÜNCHEN. Dank der guten Wirtschaftsentwicklung, die die Reiselust nach der Krise wieder steigen ließ, starteten und landeten auf dem größten deutschen Flughafen in Frankfurt gut 53 Millionen Menschen. Das ist ein Plus von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Betreiber Fraport am Freitag mitteilte. Deutlich stärker wuchs der Konzern an den Flughafentöchtern im Ausland, wo die Passagierzahlen meist zweistellig zulegten.

Am Heimatstandort Frankfurt hatten Schnee und Eis zu Beginn und am Ende des Jahres zu tausenden Flugstreichungen geführt - ebenso wie die tagelange Luftraumsperre durch die Aschewolke nach dem Vulkanausbruch in Island und Streiks bei Lufthansa und Fluglotsen. "Das Auf und Ab in 2010 glich zeitweise der Fieberkurve der Börse an hektischen Tagen", sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. Im gesamten Jahr fielen in Frankfurt rund 22 000 Flüge aus - 15 000 mehr als normalerweise.

Ohne die Streichungen wäre das Passagierwachstum nach Einschätzung der Fraport um 1,4 Millionen Menschen höher ausgefallen.

Allein im Dezember ging die Zahl der Fluggäste wegen des heftigen Wintereinbruchs um 1,6 Prozent auf 3,8 Millionen zurück. Weniger als die Hälfte aller Flüge konnten pünktlich starten und landen.

Rückenwind bekommt der Konzern aber von den Flughafentöchtern im Ausland. Besonders stark war das Wachstum im türkischen Antalya und in Lima in Peru. Konzernweit verbuchte Fraport 2010 ein Passagierplus von 8,9 Prozent auf 88,5 Millionen Menschen. Das Auslandsgeschäft mache mittlerweile 20 Prozent des Umsatzes und 30 Prozent des operativen Ergebnisses aus und solle weiter ausgebaut werden, sagte Schulte.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×