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13.02.2018

13:39 Uhr

Das US-Label ist mit seinen Turnschuhen nicht mehr in den Top Ten der meisterverkauften Sneaker vertreten. AFP

Under Armour Sneakers

Das US-Label ist mit seinen Turnschuhen nicht mehr in den Top Ten der meisterverkauften Sneaker vertreten.

MünchenAusgerechnet die Amerikaner lassen die Sportmarke Under Armour fallen. Im Ausland dagegen zieht das Geschäft des US-Labels stark an. Eine Blitzanalyse.

Der Umsatz:

Die Sportmarke steigerte die Erlöse vergangenes Jahr um drei Prozent auf fünf Milliarden Dollar (4,1 Milliarden Euro). Damit hat der Adidas-Konkurrent seine Prognose erfüllt. Konzernchef Kevin Plank hatte fürs gesamte Jahr ein Umsatzplus um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz versprochen. Im vierten Quartal kletterten die Einnahmen um fünf Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar.

Der Verlust:
Der Turnschuh-Hersteller hat vergangenes Jahr rote Zahlen geschrieben. Der Verlust betrug 48 Millionen Dollar. 2016 erwirtschaftete die Marke noch einen Gewinn von knapp 200 Millionen Dollar.

Die Prognose:
Für das laufende Jahr verspricht Plank ein Umsatzplus um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz. Der operative Gewinn wird sehr bescheiden ausfallen.

Was sonst noch auffällt

Nordamerika:
Auf dem extrem wichtigen Heimatmarkt hatte Under Armour zuletzt die größten Probleme. Der Umsatz in den USA ist im vierten Quartal gesunken. Das schmerzt Under Armour, denn Amerika steht für rund drei Viertel der Erlöse. Im Ausland läuft es hingegen glänzend, in Europa und Asien sind die Einnahmen um fast die Hälfte gestiegen.

Turbulenzen:
2017 war ein Jahr des radikalen Umbruchs bei Under Armour. Gründer und CEO Kevin Plank hat große Teile des Managements ausgetauscht. Im Sommer entschied Plank schließlich, Filialen zu schließen und mehr als 200 Stellen zu streichen. Mehrmals musste der Milliardär die Prognose zurück nehmen. Der Umbau belastete den Vorsteuer-Gewinn mit 129 Millionen Dollar.

Das sagen die Kunden:
„Wer so schnell wächst, der hat schon mal organisatorische Probleme“, gibt sich Intersport-Chef Kim Roether konziliant. Die Kollektionen der Marke seien gut, die Zusammenarbeit vorbildlich, meint der Chef der größten deutschen Sporthandelskette. So kommt es, dass Under Armour vergangenes Jahr von Platz 24 auf Rang 14 der größten Lieferanten der Kette nach oben schoss. Vor vier Jahren waren die Amerikaner noch nicht einmal unter den 60 beliebtesten Marken bei Intersport vertreten. Das zeigt, dass Under Armour im Ausland derzeit besser unterwegs ist als in der amerikanischen Heimat.

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Der Adidas-Konkurrent ist vergangenes Jahr kräftig gewachsen – und so soll es 2018 auch weitergehen. Wie CEO Björn Gulden das anstellen will.

Die Konkurrenten:
Adidas und Puma waren zuletzt in Amerika wesentlich dynamischer unterwegs als Under Amour. Zeitweise hatte Under Armour Adidas als Nummer zwei in den amerikanischen Sportgeschäften verdrängt. Doch der nach Nike zweitgrößte Sportartikel-Hersteller der Welt hat den Angreifer aus Baltimore längst wieder überholt in den USA, dem weltweit wichtigsten Sportmarkt. Von den zehn meistverkauften Turnschuhen in Amerika stammten vergangenes Jahr acht von Nike und zwei von Adidas. Under Armour war in den Top-Ten nicht vertreten.

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