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16.03.2012

10:42 Uhr

Bilanz gedrückt

Adler-Mode lief im Winter schlecht

Wintermode von Adler hat sich in den vergangenen Monaten nur mit satten Rabatten ganz passabel verkauft. Zusätzlich belasten Zukäufe die Bilanz. Nach Steuern schrumpfte der Gewinn der Schwaben um fast 70 Prozent.

Wintermode von Adler verkaufte sich nur schleppend. dapd

Wintermode von Adler verkaufte sich nur schleppend.

Düsseldorf/HaibachDer milde Winter und die Übernahme von Filialen des Konkurrenten Wehmeyer haben beim Ergebnis der Modekette Adler 2011 deutliche Spuren hinterlassen. Vor Steuern und Zinsen sank der Gewinn um 34,6 Prozent auf 15,9 Millionen Euro, nach Steuern schrumpfte er sogar um fast 70 Prozent auf 8,3 Millionen Euro, wie der Börsenneuling aus dem bayerischen Haibach mitteilte.

Der milde Winter traf die gesamte Branche. Viele Händler mussten im Weihnachtsgeschäft früh stark mit den Preisen runter, weil die Winterware wie Blei in den Läden liegen blieb. „Deshalb mussten wir uns auf die Rabattschlachten einlassen. Das drückt natürlich auf den Umsatz und die Marge“, sagte Vorstandschef Lothar Schäfer. Gegen den Trend verkaufte Konkurrent Gerry Weber seine Mode jedoch gut. Der westfälische Hersteller von Damenoberbekleidung verbuchte von November bis Januar Umsatz- und Gewinnzuwächse.

Beim Umsatz schlug sich auch Adler im abgelaufenen Geschäftsjahr besser als die Branche. Neue Läden und die zugekauften 18 Wehmeyer-Standorte, von denen mittlerweile zwei wieder abgegeben wurden, sorgten für ein Umsatzplus von sieben Prozent auf 476,6 Millionen Euro.

Adler, das sich auf Mode für Menschen ab 45 Jahre spezialisiert hat und rund 4400 Mitarbeiter beschäftigt, will auch im laufenden Jahr weiter expandieren. Allein im ersten Quartal würden sieben neue Modemärkte in Deutschland und Österreich eröffnet, weitere 13 sollten 2012 noch hinzukommen. „Beim Umsatz für 2012 strebt Adler ein Wachstum im oberen ein- bis unteren zweistelligen Prozentbereich an, was nach den Vorstellungen des Vorstandes auch zu einer entsprechenden Steigerung des Ebitda führen wird“, kündigte Adler an.

Kommentare (1)

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egon1

06.07.2012, 17:40 Uhr

Adler ist seit Jahren ein Problemfall gewesen und wird es immer bleiben. Wenn es schlecht läuft ist das Wetter schuld, wenn es gut laufen würde, wäre das natürlich das Verdienst des Managements und seiner genialen Strategie. Kein Wunder, dass der Aktienkurs nur einen Weg (trotz massiven Aktienrückkaufs) kennt: kontinuierlich nach unten. Nach knapp einem Jahr bereits 50 % vernichtet. Sieht so eine Erfolgsstory aus ?

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