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01.07.2013

16:14 Uhr

Billigflieger

Easyjet-Gründer kritisiert Milliardenauftrag an Airbus scharf

Zuletzt sorgte ein spektakulärer Milliarden-Deal zwischen dem Billigflieger Easyjet und Flugzeugbauer Airbus für Aufsehen. Doch einer entscheidenden Person gefällt das Geschäft gar nicht: Easyjet-Gründer Haji-Ioannou.

Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou hat angekündigt, gegen den Milliarden Deal des Billigfliegers mit Airbus zu stimmten. AFP

Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou hat angekündigt, gegen den Milliarden Deal des Billigfliegers mit Airbus zu stimmten.

LondonDer Gründer und Großaktionär des Billigfliegers Easyjet, Stelios Haji-Ioannou, hat den vor zwei Wochen verkündeten Milliardenauftrag an den Flugzeugbauer Airbus scharf kritisiert. Haji-Ioannou kündigte am Montag in einem offenen Brief an die anderen Aktionäre an, er werde das Geschäft auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 11. Juli ablehnen. Die Vereinbarung sei „ein gutes Geschäft für Airbus und ein schlechtes Geschäft für Easyjet“.

Der britische Billigflieger hat bei Airbus 135 Maschinen vom Typ A320 bestellt und sich außerdem die Option auf die Fertigung und Lieferung von 100 weiteren Maschinen gesichert. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von 8,9 Milliarden Euro laut Listenpreis. Die genauen Kosten sind allerdings nicht klar: Easyjet hat nach eigenen Angaben einen hohen Rabatt auf den Listenpreis vereinbart. Aus Branchenkreisen verlautete, die Fluggesellschaft müsse nur etwa die Hälfte zahlen.

Genau diese Unklarheit kritisierte Haji-Ioannou. Unabhängig vom erzielten Rabatt sei das Problem der Listenpreis selbst: „Wenn der Listenpreis eine Fiktion ist, immer steigt und sich innerhalb von zehn Jahren verdoppelt - dann hat sich der Rabatt in Luft aufgelöst!“, schrieb der Unternehmensgründer in seinem Brief.

„Ich bin nicht dagegen, Flugzeuge auszutauschen, die das Ende ihres wirtschaftlichen Lebens erreicht haben“, erklärte Haji-Ioannou. „Ich bin aber dagegen, Flugzeuge zu kaufen, die dreimal so teuer sind wie diejenigen, die ich mit meinem eigenen Geld zu Anfang des Jahrtausends gekauft habe.“ Haji-Ioannou und seine Familie halten knapp 37 Prozent der Easyjet-Aktien.

Von

afp

Kommentare (1)

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01.07.2013, 14:25 Uhr

Der eine sagt zu teuer - der andere sagt günstig.

Und wie soll sich der Leser da jetzt ein Urteil bilden?

Ein paar Zahlen hinsichtlich Preisen und Konditionen, vielleicht noch garniert mit Vergleichszahlen von ähnlichen Deals, wären da hilfreich gewesen.

Zuviel verlangt von der Handelsblattredaktion?

Oder ist das Handelsblatt jetzt die Illustrierte "Stern"?

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