Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.05.2013

10:34 Uhr

Billigflieger

Kartellamt knöpft sich Ryanair vor

Großbritannien geht gegen die Ryanair-Beteiligung an Aer Lingus vor. Das Kartellamt könnte sogar einen Verkauf von Anteilen an der der Airline anordnen.

Landung: Ein Billigflieger von Ryanair. AFP

Landung: Ein Billigflieger von Ryanair.

LondonEuropas größter Billigflieger Ryanair könnte wegen Wettbewerbsbedenken in Großbritannien zu einem Verkauf seiner gesamten Anteile an dem irischen Rivalen Aer Lingus gezwungen werden. Das britische Kartellamt erwägt nach Angaben von Donnerstag einen solchen Schritt.

Mit dem Anteil von etwa 30 Prozent habe Ryanair zwar nicht die Kontrolle über seinen heimischen Konkurrenten, könne aber bei wichtigen Entscheidungen wie einer Fusion mit einer anderen Fluggesellschaft, Kapitalerhöhungen oder den Verkauf von Landerechten mitreden. Ryanair-Chef Michael O'Leary erklärte, die Behörde verstoße damit gegen EU-Recht.

Die Wettbewerbshüter dringen nicht unbedingt auf einen gesamten Verkauf der Aer-Lingus-Anteile, die gemessen am Börsenkurs 240 Millionen Euro wert sein könnten. Infrage kämen auch ein teilweiser Verkauf oder andere "Abhilfemaßnahmen". Endgültig entschieden werden soll im Juli.

Ryanair hat bereits mehrfach versucht, die 75 Jahre alte Aer Lingus zu übernehmen. Die EU-Kommission als Wettbewerbsaufsicht untersagte das Vorhaben aber schon zwei Mal, weil sie eine marktbeherrschende Stellung befürchtet, zuletzt erst Anfang des Jahres. Ryanair hat gegen die EU-Entscheidung Widerspruch eingelegt. Der gemeinsame Marktanteil beider Airlines bei Kurzstreckenflügen ab Dublin betrug im vergangenen Jahr 87 Prozent.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×