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25.07.2011

14:40 Uhr

Billigflieger

Spritkosten belasten Ryanair

Europas größter Billigflieger hat Zahlen für das abgelaufene Quartal präsentiert: Unterm Strich legte Ryanair beim Nettoergebnis nur um ein Prozent zu.

Billigairlines wie Ryanair kämpfen mit Ticketsteuer und hohen Spritkosten Quelle: Reuters

Billigairlines wie Ryanair kämpfen mit Ticketsteuer und hohen Spritkosten

DublinKräftig gestiegene Kerosinkosten zehren am Gewinn von Europas größtem Billigflieger Ryanair. Das irische Unternehmen steigerte das Nettoergebnis im abgelaufenen Quartal lediglich um ein Prozent. Treibstoff verteuerte sich um 50 Prozent und kostete den Marktführer allein in den drei Monaten 140 Millionen Euro, wie der Easyjet-Rivale am Montag mitteilte. Ryanair setzt nun auf gute Geschäfte zur Hauptreisezeit im Sommer und hält deswegen an seiner Jahresprognose fest.

Der Nettogewinn legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 139 Millionen Euro zu. Analysten hatten im Schnitt mit 151 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz stieg in dem ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni um 29 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro. Ryanair profitierte dabei vor allem von Zusatzeinnahmen wie Gebühren für Handgepäck oder dem Bordverkauf von Getränken und Snacks. Auch beförderte Ryanair drei Millionen Passagiere mehr. Die Fluggesellschaft bietet täglich rund 1500 Flüge an.

Fürs Gesamtjahr rechnet der Konzern weiterhin mit einem Gewinn auf Vorjahresniveau von rund 400 Millionen Euro, wenngleich Analysten mit 477 Millionen Euro deutlich mehr erwarten. Die durchschnittlichen Ticketpreise dürften im laufenden, zweiten Geschäftsquartal um zwölf bis 15 Prozent steigen, kündigte Ryanair an. Eine Prognose für den Winter wagte das Unternehmen nicht. Ryanair-Aktien verloren bis gegen Mittag um 1,7 Prozent.

„Wir werden ein sehr starkes zweites Quartal erleben und sind zuversichtlich, das wir trotz des hohen Ölpreises einen Nettogewinn von 400 Millionen Euro erreichen werden“, sagte Finanzchef Howard Millar Reuters in einem Telefon-Interview. Ryanair weitet im Sommer sein Angebot aus und reduziert dafür die Kapazitäten über den Winter. „Es macht wirtschaftlich keinen Sinn, die Maschinen im Winter zu fliegen, wenn man mehr als 100 Dollar pro Barrel für den Treibstoff bezahlt. Wenn die Preise runtergehen, würden wir sicher darüber nachdenken, das zu ändern“, sagte Millar.

Easyjet hat zuletzt seine Jahresprognose erhöht und einen Umsatzanstieg im dritten Quartal auf Basis vorläufiger Zahlen in Höhe von 23 Prozent in Aussicht gestellt. Das Unternehmen profitierte dabei vor allem von Geschäftsreisenden. Allein während des abgelaufenen Quartals legten die Buchungen aus diesem Kundenkreis um ein Fünftel zu. Im Gesamtjahr peilt Easyjet einen Vorsteuergewinn von 200 bis 230 Millionen Pfund an.

Von

rtr

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