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04.01.2011

09:37 Uhr

Bis Ende 2013

Metro verspricht Gewinne in Asien

VonChristoph Schlautmann

ExklusivJapan, Pakistan, Vietnam und China: Bislang liefert keines der asiatischen Länder, in denen Metro mit seinen Cash-&-Carry-Märkten vertreten ist, Gewinne ab. Bis Ende 2013 will der Düsseldorfer Handelskonzern seine Geschäfte in vielen Schwellenländern deutlich stärken.

Metro-Filiale in Bangalore/Indien ap

Metro-Filiale in Bangalore/Indien

DÜSSELDORF. Auf Fleisch zu den Mahlzeiten verzichtet Frans Muller seit langem, Kohlenhydrate gibt es für den Großhandelsvorstand des Düsseldorfer Dax-Konzerns Metro nur noch bis mittags. Und auch sonst hält sich der 49-Jährige sportlich fit.

Diese Anstrengungen aber dürften kaum an den Vorsatz heranreichen, den der Cash-&-Carry-Chef zum Jahreswechsel gefasst hat. "Bis Ende 2013 wollen wir mit jedem Land in Asien profitabel sein", erklärte der gebürtige Niederländer gegenüber dem Handelsblatt.

Für Deutschlands größtes Handelsunternehmen wäre dies eine deutliche Entlastung. Bislang nämlich lieferte keines der asiatischen Länder, in denen Metro mit seinen Cash-&-Carry-Märkten vertreten ist, Gewinne ab. Indien, Japan, Pakistan, Vietnam und China, so war zuletzt den HGB-Bilanzen der Einzelgesellschaften für 2009 zu entnehmen, schrieben rote Zahlen.

Zwar behauptete Metro zuletzt, zumindest China habe - nach Konsolidierung der Einzelgesellschaften - die Gewinnschwelle erreicht. Dennoch verlieren die Düsseldorfer in Asien immer noch viel Geld. 2009 waren es inklusive der inzwischen aufgegebenen Märkte in Marokko 45 Millionen Euro vor Steuern und Zinsen und damit sogar zwölf Millionen Euro mehr als 2008. Das alles soll nach Mullers Willen bald Vergangenheit sein.

Der geplante Turn-around könnte für den Manager zum Kraftakt werden, zumal er auch das Geschäft in den GUS-Staaten verantwortet. In der Ukraine verlor Metro 2009 ein Viertel des Umsatzes, das HGB-Ergebnis blieb rot. Hinzu kommen Ausbauarbeiten an dem soeben gestarteten Verkaufsnetz in Kasachstan. Nur Russland gilt als stabiler Ertragsbringer.

Doch Muller steckt voller Tatendrang. In Indien, wo Metro vor sieben Jahren startete und mit sechs Märkten immer noch nicht genug verdient, um die Gemeinkosten zu decken, sieht er ein Ende der Durststrecke. "Wir planen dort dieses Jahr fünf Neueröffnungen." Die Grundstücke seien bereits erworben. Ab zehn Märkten im Land, rechnet Muller vor, dürfte sich das Land der Gewinnschwelle nähern.

Auch in China eröffnet Metro derzeit Märkte am laufenden Band. Im ersten Quartal 2011, kündigte Muller an, soll dort der 50. Markt eingeweiht werden. Parallel dazu prüfen die Düsseldorfer, ob sich auch ein Engagement in Indonesien lohnt.

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