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04.11.2014

14:16 Uhr

Bis zu drei Euro extra

Deutsche Bahn führt Gebühr für Kreditkartenzahlung ein

Kunden der Deutschen Bahn müssen künftig Gebühren zahlen, wenn sie Fernreise-Tickets oder BahnCards mit Kreditkarte bezahlen. Grund seien die gestiegenen Gebühren der Kreditkartenanbieter, so das Unternehmen.

Wollen Kunden ihr Fernreise-Ticket mit Kreditkarte zahlen, fallen künftig Gebühren an. ZBSP

Wollen Kunden ihr Fernreise-Ticket mit Kreditkarte zahlen, fallen künftig Gebühren an.

BerlinBeim Fahrkartenkauf müssen Kunden der Deutschen Bahn künftig eine Gebühr von höchstens drei Euro einkalkulieren, wenn sie mit einer Kreditkarte bezahlen wollen. Das Unternehmen führte am Dienstag ein sogenanntes Zahlungsmittelentgelt ein, das auch bei einer Bezahlung mit dem Bezahldienst Paypal erhoben wird.

Die Gebühr fällt beispielsweise an, wenn BahnCards oder Tickets für Fernreisen im Wert von 50 Euro oder mehr per Kreditkarte gekauft werden. Bei einer Bezahlung mit Kreditkarte im Zug wird das Entgelt nicht berechnet.

Die Gebühr staffelt sich je nach Einkaufswert und liegt beispielsweise bei einem Ticketpreis von bis zu 74,99 Euro bei 50 Cent. Ab einem Einkaufswert von 300 Euro kostet die Bezahlung mit Kreditkarte und Paypal drei Euro – das ist die Höchstgrenze.

Fakten zur Deutschen Bahn

Beförderte Güter im Schienenverkehr

Die Logistiksparte der Bahn transportierte Güter mit einem Gesamtgewicht von 189,9 Millionen Tonnen (ein Minus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Die Zahlen stammen aus dem 1. Halbjahr 2014.

Fahrgäste Bahnverkehr

Fahrgäste Bahnverkehr im ersten Halbjahr in Deutschland: 1,001 Milliarden (Vorjahr: 991 Millionen). Davon waren 62,2 Millionen im Fernverkehr unterwegs (minus 0,5 Prozent).

Gewinn vor Zinsen und Steuern

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug im ersten Halbjahr 2013 1,088 Milliarden Euro (1,018 Milliarden Euro im Vorjahr).

Halbjahresergebnis nach Steuern

Halbjahresergebnis nach Steuern: 642 Millionen Euro (Vorjahr: 554 Millionen Euro).

Mitarbeiter

Mitte Juni 2014 hatte der Staatskonzern etwa 296.900 Mitarbeiter, 0,4 Prozent mehr als zum selben Zeitpunkt 2013.

Umsatz

Die Deutsche Bahn verbuchte im ersten Halbjahr 2014 einen Umsatz von 19,73 Milliarden Euro (19,37 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum).

Die Deutsche Bahn begründet die Einführung des Zahlungsmittelentgelts mit den stark gestiegenen Gebühren, die Kreditkartenanbieter dem Unternehmen in Rechnung stellen. Dies sei mittlerweile ein zweistelliger Millionenbetrag, erklärte die Deutsche Bahn auf ihrer Internetseite.

Sie verweist auf kostenlose Alternativen bei der Bezahlung wie das Lastschriftverfahren und die Sofort-Überweisung bei Buchungen über die Internetseite des Unternehmens. In Reisezentren und am Automaten kann in bar oder mit Girokarte bezahlt werden, ohne dass weitere Kosten anfallen.

Von

afp

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