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03.09.2015

09:01 Uhr

Boeing 747

British Airways holt den Jumbo aus der Mottenkiste

Lange sah es danach aus, als ob die Boeing 747 ausdient hätte. Doch dank des niedrigen Ölpreises erlebt der Jumbo-Jet ein Comeback. Vor allem bei British Airways wird der „dicke Brummer“ wieder genutzt.

Es sah schon danach aus, dass der dicke Brummer ausgedient hatte. Doch British Airways nutzt die Boeing 747 wieder. ap

Boeing 747 von British Airways

Es sah schon danach aus, dass der dicke Brummer ausgedient hatte. Doch British Airways nutzt die Boeing 747 wieder.

Sollte nach 45 Jahren das Ende des Jumbo-Jet Boeing 747 tatsächlich gekommen sein – dann hat sich das jedenfalls noch nicht bis zu British Airways herumgesprochen. Die Fluggesellschaft ist mittlerweile größter Betreiber dieser Ikone des Jet-Zeitalters mit dem charakteristischen Höcker.

Sie rüstet 18 Exemplare ihrer 747-400-Flotte derzeit mit neuen Sitzen, modernem Design der Innenausstattung und einem aktuellen Entertainmentsystem aus. Der gesamten Konkurrenz konnte es in den letzten Jahren hingegen gar nicht schnell genug gehen, die viermotorigen und als Spritfresser geltenden Jumbos auszumustern.

Dieser Nimbus hat die Zukunft des Flugzeugs, das sein Debut auf dem Markt bereits 1970 feierte, mittlerweile fraglich gemacht. Singapore Airlines und Japan Airlines buhlten über viele Jahren mit British Airways (BA) um die Krone als Betreiberin der größten Jumbo-Flotte. Doch vor mehr als drei Jahren haben sie die letzten Exemplare der mit Abstand meistgebauten Version 747-400 abgegeben.

Hersteller Boeing hatte zuletzt nochmals einen Anlauf mit der aktuellsten 747-8 versucht. Dieser größte Boeing-Jumbo aller Zeiten stößt bei den meisten Kunden wegen des großen Angebots moderner zweimotoriger Alternativen allerdings auf wenig Resonanz.

Aber British Airways hat durchaus gute Gründe für eine anhaltende Liebesbeziehung zu den alten Vögeln. Mit der großen 747 können die chronisch knappen Slots am Heimatflughafen London-Heathrow nochmals mehr Sitzkapazität liefern. Das wird erleichtert durch niedrige Ölpreise, was den wirtschaftlichen Betrieb auch älterer Flugzeuge ermöglicht.

Das erste Exemplar der am Standort Cardiff in Wales neu ausgestatteten Jumbos wird im kommenden Monat in Dienst gestellt. Die Business-Class wurde um 16 Sitze erweitert. Das legt den Einsatz auf der lukrativen Transatlantikstrecke an die Ostküste der USA nahe, aber auch zu anderen boomenden Zielflughäfen wie Lagos, Dubai, Riad und Kuwait, die mittlerweile teils zweimal täglich von London aus bedient werden.

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