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30.07.2013

14:22 Uhr

Börsenbetreiber

Nyse Euronext erzielt Gewinnsprung

Der US-amerikanische Börsenbetreiber Nyse hat einen satten Gewinnsprung gemacht – bei einem nur leichten Umsatzanstieg. Die Analysten dürften mit dem Wall-Street-Konzern zufrieden sein.

Nachdem die Fusion der Deutschen Börse mit der NYSE am Veto der EU gescheitert war, wird die Nyse nun von der Derivate-Börse IntercontinentalExchange (ICE) übernommen. dpa

Nachdem die Fusion der Deutschen Börse mit der NYSE am Veto der EU gescheitert war, wird die Nyse nun von der Derivate-Börse IntercontinentalExchange (ICE) übernommen.

Paris/New YorkDer New Yorker Börsenbetreiber Nyse Euronext hat seinen Gewinn im zweiten Quartal überraschend deutlich gesteigert. Der Überschuss habe sich um 38 Prozent auf 173 Millionen Dollar erhöht, teilte der Konkurrent der Deutschen Börse am Dienstag mit. Das Unternehmen, das gerade für 8,2 Milliarden Dollar von der Derivate-Börse IntercontinentalExchange (ICE) aus Atlanta übernommen wird, profitierte unter anderem von Kostensenkungen und Sondererlösen. Mit den Zahlen wurden die durchschnittlichen Analystenerwartungen recht deutlich übertroffen. Der Umsatz stieg um ein Prozent auf 611 Millionen Dollar.

Die Übernahme durch die ICE soll im zweiten Halbjahr über die Bühne gehen. Im Rahmen der Transaktion sichert sich die ICE die Nyse-Derivatetochter Liffe aus London. Die Nyse-Tochter Euronext, die überwiegend im Aktien-Handel in Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon aktiv ist, soll abgespalten und selbst an die Börse gebracht werden.

„Wir gewinnen kurz vor dem Abschluss des ICE-Deals an Schwung“, sagte NYSE-Chef Duncan Niederauer. Aktionäre beider Börsenbetreiber hatten im Juni für den Zusammenschluss gestimmt. Es fehlen nun noch einige Genehmigungen von Aufsichtsbehörden. Die Deutsche Börse, die sich im vergangenen Jahr mit der NYSE zusammenschließen wollte und dabei am Veto der EU gescheitert war, hatte im zweiten Quartal weniger verdient.

Die NYSE Euronext ist der Betreiber der altehrwürdigen New York Stock Exchange mit ihrem Handelssaal an der Wall Street. Zu dem Börsenkonzern gehört jedoch auch ein europäischer Arm mit Aktienmärkten in Amsterdam, Brüssel, Lissabon und Paris.

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