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18.01.2005

09:35 Uhr

Branche rechnet mit drei bis vier Bietern für Eon-Tochter

Käufer von Tank & Rast erwägt auch Viterra-Übernahme

Die britische Beteiligungsgesellschaft Terra Firma hat einem Zeitungsbericht zufolge Interesse an der Eon-Immobilientochter Viterra signalisiert.

HB FRANKFURT. „Wohnungen sind ein relativ unriskantes Investment“, sagte der Deutschland-Chef von Terra Firma, Georg Kulenkampff, der „Financial Times Deutschland“ (Dienstagausgabe). Der Energiekonzern Eon hatte im Herbst angekündigt, dass er Anfang 2005 entscheiden wolle, ob er Viterra verkaufen oder an die Börse bringen will. Mit 151 000 Wohnungen im Verkehrswert von 6,1 Milliarden Euro ist Viterra der größte private Wohnungsbesitzer in Deutschland. „Es gibt nicht viele, die das stemmen können“, sagte Kulenkampff. Dem Bericht zufolge wird in der Branche mit drei bis vier ernsthaften Bietern gerechnet. Experten schätzen den Unternehmenswert auf an die drei Milliarden Euro.

Als mögliche Viterra-Interessenten sind neben Terra Firma bisher auch Goldman Sachs, Blackstone und Fortress in Presseberichten genannt worden. Einen Vertreter der US-Gesellschaft Fortress, die 2004 bereits die Essener Wohnungsgesellschaft Gagfah übernommen hat, zitiert die „FTD“ mit den Worten, Viterra sei für Fortress „sehr interessant“.

Terra Firma hatte dem Bericht zufolge 2001 in Deutschland 64 000 Eisenbahnerwohnungen erworben. Beim Kauf von Viterra müsse Terra Firma wohl noch 2005 Geld für einen neuen Fonds sammeln. „Das könnte kurzfristig wieder auf der Agenda stehen“, sagte Kulenkampff.

Die Gesellschaft hat erst im Dezember die milliardenschwere Übernahme der Autobahnraststätten-Kette Tank + Rast abgeschlossen - die erste Akquistion auf dem deutschen Markt.

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