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26.11.2013

13:04 Uhr

Branchen-Trend

Bauunternehmen spüren Boom

Dieses Jahr wird es nur eine schwarze Null, doch ab 2014 erwarten die Verbände der Bauindustrie ein kräftiges Wachstum. Trotz anhaltenden Booms im Wohnungsbau kritisieren sie weiterhin die geplante Mietpreisbremse.

Könnten auch von dem steigenden Auftragsvolumen ihres Konzerns profitieren: Mitarbeiter des Essener Unternehmens Hochtief. dapd

Könnten auch von dem steigenden Auftragsvolumen ihres Konzerns profitieren: Mitarbeiter des Essener Unternehmens Hochtief.

BerlinDer angeregte Wohnungsbau kurbelt das Geschäft der Bauwirtschaft im nächsten Jahr kräftig an. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe dürften 2014 dank dicker Auftragsbücher um drei Prozent klettern, wie die Dachverbände ZDB und BVB am Dienstag mitteilten. Im laufenden Jahr schafft die Branche ihr ursprünglich geplantes Umsatzwachstum von zwei Prozent allerdings nicht mehr. Als Grund dafür nannten die Verbände den langen Winter, Dauerregen und das Hochwasser in Süd- und Ostdeutschland. Trotz Aufholjagd und anziehenden Aufträgen werde 2013 nur eine schwarze Null erreicht, sagte der Präsident des mittelständischen ZDB, Hans-Hartwig Loewenstein.

Für das nächste Jahr äußerten sich die Verbandsvertreter optimistisch. Auch im Ausbaugewerbe – dazu zählen etwa Maler, Metallbauer und Raumausstatter – dürften die Umsätze um zwei Prozent zulegen. Für die Sparte Energie- und Gebäudetechnik peilen die Verbände ein Plus von drei Prozent an. Unterm Strich erwarten sie für das gesamte sogenannte Bau- und Ausbaugewerbe 2014 ein Umsatzplus von 2,5 Prozent auf 216 Milliarden Euro. Die Zahl der Arbeitsplätze dürfte stabil bei knapp 2,5 Millionen bleiben, sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB), Karl-Heinz Schneider.

Die Verbände rechnen damit, dass in diesem Jahr die Zahl der fertiggestellten Wohnungen um rund 15 Prozent auf etwa 230.000 deutlich steigt. „Das sind immer noch 20.000 zu wenig“, betonte Schneider. Denn vor allem in Ballungsgebieten sei der Bedarf nach preiswertem Wohnraum für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen noch groß. Die Branche lehnt die von Union und SPD geplante Mietpreisbremse ab, da diese notwendige Investitionen verhindere.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

26.11.2013, 13:36 Uhr

von so einem "Boom" erholen sich die Spanier gerade immner noch..^^

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