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28.12.2013

17:53 Uhr

Branchenausblick

Deutsche bleiben in Sektlaune

Modegetränke wie „Hugo“ sind im Trend, es darf aber auch mal ein alkoholfreies Prickelwasser sein: Die deutsche Sektbranche ist für den Endspurt vor Silvester optimistisch. Die Preise wollen die Kellereien stabil halten.

Der Sekt fließt: Auch in 2014 soll es aggressive Aktionspreise geben. dpa

Der Sekt fließt: Auch in 2014 soll es aggressive Aktionspreise geben.

MainzAngestoßen wird immer: Die deutsche Sektbranche scheint keine Krisen zu kennen und gibt sich auch 2013 zufrieden. „Wir sind von Optimismus geprägt“, sagt der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Sektkellereien, Ralf Peter Müller, in Wiesbaden. Da die Erntemengen 2013 wieder etwas besser waren als in den Jahren zuvor, rechnen die Kellereien mit einer Entspannung bei den Preisen für Grundweine - dem Ausgangsprodukt für Sekt. Allerdings fürchtet die Branche weiter steigende Energiekosten. „Die Preisgestaltung liegt in den Händen der einzelnen Unternehmen, aber ich gehe davon aus, dass es auch in 2014 aggressive Aktionspreise geben wird“, erklärt Müller.

Die Sektlaune der Bundesbürger lässt sich statistisch messen: 2012 wurden in Deutschland 340 Millionen Liter Schaumwein konsumiert - 6,6 Millionen Liter oder zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt zuletzt ausrechnete. Jeder Einwohner im Alter ab 16 Jahre trank damit durchschnittlich 4,8 Liter beziehungsweise 48 Gläser (0,1 Liter) Sekt, Champagner, Obst- oder Fruchtschaumwein. 2011 waren es im Schnitt 47 Gläser gewesen.

Das freut auch den Vorstandssprecher der Sektkellerei Schloss Wachenheim AG, Wilhelm Seiler: „Wir glauben an ein gutes Jahresendgeschäft 2013, denn die Konsumlaune der deutschen Verbraucher ist positiv.“ Nach seiner Einschätzung werden die Sektpreise 2014 nicht steigen. Allerdings liege die Preishoheit nicht bei den Herstellern, sondern beim Handel. „Die sinkenden Weinpreise aus der Ernte 2013 lassen aber darauf schließen, dass die VK-Preise für Sekt im Laufe des Jahres 2014 sinken dürften.“

Aufgrund guter Ernten in beinahe ganz Europa und den wichtigen Überseeländern würden sich die Preise für Sektgrundweine 2014 etwas entspannen. „Allerdings rechnen wir mit unverändert hohen Energiekosten. Hier hängt viel von den Maßnahmen der neuen Bundesregierung ab“, erklärt Seiler. Wachenheim plane 2014 keine Preiserhöhungen für Sekt- und Schaumweine.

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