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04.10.2013

16:15 Uhr

Branchenstudie

Verbraucher kaufen mehr hochwertige Lebensmittel

Die Kunden von Lebensmitteln konsumieren bewusster, beweist eine aktuelle Studie. Die deutschen Verbraucher setzen demnach auf hohe Qualität bei ihren Produkten. Das fördert auch den Wettbewerb der Marken.

Deutsche Kunden entscheiden sich zunehmend für qualitativ hochwertige Produkte. dpa

Deutsche Kunden entscheiden sich zunehmend für qualitativ hochwertige Produkte.

KölnEine wachsende Zahl von Verbrauchern in Deutschland stellt beim Einkaufen höhere Anforderungen an die Lebensmittelqualität - ist dafür auch bereit, mehr zu bezahlen. Der Anteil der an „Nachhaltigkeit und Genuss orientierten” Käufer ist in den vergangenen sechs Jahren um 18 Prozent gestiegen, wie aus einer am Freitag in Köln vorgestellten Markt-Untersuchung der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervorgeht.

Diese Käufergruppe gebe 16 Prozent mehr für Lebensmittel und Getränke aus als weniger anspruchsvolle Verbraucher, heißt es darin. Bei Obst und Gemüse investiere sie sogar 59 Prozent mehr, bei Grundnahrungsmitteln seien es 25 Prozent.

Der Untersuchung zufolge hat in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren insgesamt die Zustimmung zu sogenannten moralisch-ethischen Kaufkriterien stark zugenommen. Sie erhöhte sich bei „Fair Trade”-Waren, bei denen auf menschenwürdige Herstellung in den Herkunftsländern und angemessene Bezahlung der Produzenten geachtet wird, um 20 Prozent. Die Zustimmung zu Bioprodukten stieg um 9,1 Prozent.

Die Veränderungen haben nach Ansicht der Autoren auch einen zunehmenden Einfluss auf den harten Wettbewerb auf dem Lebensmittelmarkt, auf dem es immer weniger Stammkäufer gebe und Konsumenten leichter als früher zwischen Marken wechselten. Marken mit stabilem oder steigenden Marktanteil würden heute vorrangig von nachhaltigkeits- und genussorientierten Verbrauchern gekauft, erklärten BVE und GfK. „Hingegen werden Marken, die ihre Stammkäufer zunehmend verlieren, vorrangig von unbedachten Konsumenten gekauft.”

Insgesamt ergäben sich aus der höheren Wertschätzung für Lebensmittel für die Ernährungsindustrie „wichtige neue Wertschöpfungspotenziale und Marktchancen”, heißt es in der Studie. Das werde allerdings nur den Marken gelingen, die potenziellen Verbrauchern glaubwürdig vermitteln könnten, dass ihre Produkte deren höheren Ansprüchen auch genügten. Die Entwicklung zeige auch die zunehmende Bedeutung von Transparenz und Vertrauen in der Beziehung zwischen Herstellern und ihren Kunden.

Von

afp

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