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17.11.2013

19:10 Uhr

Brief and die EU

Bahn wehrt sich gegen Entschädigungspflicht

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshof soll die Deutsche Bahn im Fall von Unwettern oder Streiks Entschädigung zahlen. Vorstandschef Grube schickte nun einen Beschwerdebrief an die EU.

Spezialisten der Bahn reparieren die Oberleitungen auf der Bahnstrecke Hamburg-Niebüll: Urteil „missachte aber das legitime Bedürfnis nach einem einheitlichen Wettbewerbsstandard“. dpa

Spezialisten der Bahn reparieren die Oberleitungen auf der Bahnstrecke Hamburg-Niebüll: Urteil „missachte aber das legitime Bedürfnis nach einem einheitlichen Wettbewerbsstandard“.

BerlinDie Deutsche Bahn wehrt sich gegen eine Entschädigungspflicht im Fall von Unwettern oder Streiks. Vorstandschef Rüdiger Grube habe in einem Brief an EU-Verkehrskommissar Siim Kallas die Klarstellung verlangt, dass Bahnunternehmen im Falle höherer Gewalt nicht für Verspätungen verantwortlich gemacht werden dürften, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Ein anderslautendes Urteil des Europäischen Gerichtshofs sei zwar ein Beleg für den „Geist des Verbraucherschutzes, missachte aber das legitime Bedürfnis nach einem einheitlichen Wettbewerbsstandard“ - denn für Flug-, Bus- und Schiffsreisen gebe es bei höherer Gewalt keine Entschädigungspflicht.

Die Bahn wollte das am Sonntagabend nicht kommentieren. Nach Informationen der „FAZ“ zahlt das Unternehmen in den genannten Fällen bislang freiwillig eine Entschädigung. Grube berufe sich in seinem Brief auf einen Bericht der EU-Kommission, in dem diese Ausnahmen von der Haftung angedeutet habe.

Von

dpa

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