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04.01.2014

16:48 Uhr

Brillen

Fielmann denkt über Internetfiliale nach

Von heute auf morgen könnte Fielmann den Online-Vertrieb starten, behauptet der Firmengründer. Einen konkreten Termin nennt er aber nicht. Das größte Problem sieht er in der Sehstärke – wie diese online ermitteln?

Ein Fielmann-Brillengeschäft durch eine Brille gesehen. Schon bald könnte die Kette den Schritt zum Online-Handel wagen. dpa

Ein Fielmann-Brillengeschäft durch eine Brille gesehen. Schon bald könnte die Kette den Schritt zum Online-Handel wagen.

HamburgDer Brillenhersteller Fielmann hält einen Einstieg in den Internethandel unter bestimmten Voraussetzungen für möglich. Wenn dort dieselbe Qualität lieferbar sei wie im Laden, werde man in den Online-Handel einsteigen, sagte Vorstandschef Günther Fielmann der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Das Unternehmen beobachte die Entwicklung im Internet aufmerksam. „Grundsätzlich könnte Fielmann von heute auf Morgen den Online-Vertrieb starten“, sagte der Firmengründer, ohne aber einen konkreten Termin zu nennen.

Derzeit sieht Fielmann aber noch Probleme im Online-Geschäft. „Der Internethandel kann die Sehstärke nicht bestimmen, ist auf die vom stationären Augenoptiker ermittelten Werte angewiesen“, sagte er. Zum Zeitpunkt äußerte er sich nicht. „Wann die technische Entwicklung aber eine qualitativ so hochwertige Lösung anbietet, vermag ich heute nicht vorherzusagen.“

Retouren im Online-Handel

Kunden schicken mehr zurück

Viele Online-Händler stellen eine steigende Zahl von Rücksendungen fest. In einer aktuellen Umfrage des Forschungsinstituts ibi research an der Universität Regensburg gab jeder zweite Händler an, dass seine Retourenquote in den letzten Jahren gestiegen ist. Die Mehrheit rechnet mit einer weiteren Zunahme in den kommenden Jahren.

Auswahlbesteller

Die Rücksendungen sind aus Sicht der Händler vor allem darauf zurückzuführen, dass der Artikel dem Kunden nicht gefällt oder – in der Modebranche – er nicht passt. Dritthäufigster Retourengrund seien Auswahlbestellungen, bei denn Kunden bereits beim Kauf eine Rücksendung einiger Artikel einkalkulieren.

Unbestimmter Kostenfaktor

Die durchschnittlichen Kosten pro zurückgeschicktem Artikel schätzen die Online-Shop-Betreiber sehr unterschiedlich ein. Die Angaben sind breit gestreut und reichen von unter fünf bis 75 Euro. Mehr als jeder Dritte kann die Kosten nicht schätzen.

Hausmittel

Die Händler sehen durchaus Möglichkeiten ihre Retourenquote zu senken. Mit Abstand als am wichtigsten erachten sie in diesem Zusammenhand eine detaillierte Produktbeschreibung und -darstellung.

Prüfung selten

Mehr als 50 Prozent der von ibis research befragten Händler sagen, dass Sie Bestellungen nicht dahingehend überprüfen, ob der Kunde eine hohe Retourenwahrscheinlichkeit aufweist. Sie begründen das überwiegend mit einem zu hohen Aufwand.

Faktor Zahlungsverfahren

80 Prozent erfassen die Retouren je Zahlungsverfahren nicht. Im Schnitt schätzen die Anbieter aber, dass bei Vorkasse am wenigsten Retouren auftreten – beim Versand auf Rechnung dagegen liegt der Wert am höchsten.

Kostenloser Rückversand

Drei Viertel der Online-Händler planen mit Inkrafttreten der neuen EU-Verbraucherrecht-Richtlinie 2014 die Versandkosten bei Retouren auf den Kunden zu übertragen. Gleichzeitig gehen die meisten Befragten aber davon aus, dass ihre Kunden einen kostenlosen Rückversand erwarten.

2012 hatte der Konzern nach eigenen Angaben 7,1 Millionen Brillen abgesetzt (2011: 6,7 Millionen) und einen Umsatz von 1,11 Milliarden Euro (1,05 Milliarden) erzielt. Für 2013 sind noch keine Zahlen bekannt.

Von

dpa

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