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19.11.2013

09:56 Uhr

Britische Flugsicherung

Lufthansa baut Beteiligung an Airline Group ab

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa verdient mit dem Verkauf von Anteilen an der Airline Group rund 45 Millionen Euro. Künftig hält sie dort nur zwei Prozent der Anteile. Auch Reisekonzerne geben einige Anteile ab.

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa erleichtert sich um einige Anteile. obs

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa erleichtert sich um einige Anteile.

FrankfurtDie Lufthansa reduziert ihre Beteiligung an der Anteilseignerin der britischen Flugsicherung NATS. Die Fluggesellschaft verkaufe 86 Prozent ihrer Anteile an der Airline Group an den britischen Pensionsfonds Universities Superannuation Scheme, teilte die Lufthansa am Dienstag mit. Die Airline Group hält 41,9 Prozent an der NATS. Rund 45 Millionen Euro fließen der Lufthansa aus dem Verkauf zu, der im ersten Quartal 2014 unter Dach und Fach sein soll. Die EU-Kommission muss noch zustimmen.

Künftig hält die Lufthansa an der Airline Group nur noch zwei Prozent der Anteile. Auch die Reisekonzerne Thomas Cook Group, TUI Travel sowie die Gesellschaft Virgin Atlantic Airways geben einen Großteil ihrer Beteiligungen an der Airline Group an den britischen Pensionsfonds ab, der dann künftig 49,9 Prozent der Anteile hält. TUI Travel verkauft für umgerechnet 45,3 Millionen Euro 87,4 Prozent seiner Beteiligung.

Das sind die neuen Flieger der Lufthansa

Spritsparende Modelle

Die Lufthansa hat im Herbst 2013 für 14 Milliarden Euro die neuesten Langstrecken-Jets von Boeing und Airbus bestellt. Die Airline deckt sich mit zweistrahligen Langstrecken-Jets ein, die wesentlich weniger Sprit verbrauchen sollen als derzeitige Modelle. Das ist wichtig, da die Tankrechnung einer der größten Kostenposten der Airline ist. Mit 300 bis gut 400 Sitzen sind die neuen Flieger eine Nummer kleiner als das Lufthansa-Flaggschiff, der Airbus A380.

A350 – Leichtbauweise und neue Triebwerke

Der A350 ist das neueste Kind des europäischen Flugzeugbauers: Erstmals hob der Jet mit zwei Triebwerken im Juni ab. Das vollkommen neu konstruierte Flugzeug besteht zur Hälfte aus Verbundwerkstoffen, die das Gewicht senken. Die Leichtbauweise und neue Triebwerke sollen dafür sorgen, dass der Spritverbrauch im Vergleich zu heutigen Maschinen um ein Viertel sinkt.

A350 – Platz für bis zu 350 Passagiere

Im A350 haben je nach Variante 270 bis 350 Passagiere Platz. Der von der Lufthansa bestellte Typ A350-900 zählt 314 Sitze. Derzeit liegen 707 Bestellungen für den laut Listenpreis bis zu gut 320 Millionen Dollar teuren Prestigeflieger vor. Das erste Exemplar soll 2014 an Qatar Airways ausgeliefert werden.

777X – Lufthansa Erstkunde?

So weit wie Airbus ist Boeing mit seinem Nachfolger des Bestsellers 777 lange nicht. Offiziell ist der Bau der zweistrahligen Maschinen noch nicht beschlossen - der US-Hersteller sammelt derzeit noch Bestellungen ein. Die Lufthansa hat gute Chancen, Erstkunde für die sogenannte 777-9X zu werden. Auch Emirates spielt eine Großorder durch. Die Auslieferung der Jets dürfte erst Ende des Jahrzehnts starten.

777X – 20 Prozent weniger Kerosinverbrauch

Die von der Lufthansa favorisierte Variante zählt 414 Sitze. Nach der Pannenserie beim Dreamliner 787 setzten die Boeing-Ingenieure aber nicht ganz so viel neue Technologie ein. Nicht das ganze Flugzeuge, sondern lediglich die Flügel und die Triebwerke werden neu konstruiert. Damit soll der Kerosinverbrauch um 20 Prozent sinken. Das Flugzeug ist eine Fortentwicklung des Bestsellers 777, der seit den 90er Jahren fliegt.

Von

rtr

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