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17.12.2016

13:32 Uhr

British Airways

Streik bei Fluggesellschaft zu Weihnachten

Entsetzen bei British Airways: Das Kabinenpersonal der Fluggesellschaft will über die Weihnachtsfeiertage die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft Unite will eine deutliche Lohnerhöhung für ihre Mitglieder durchsetzen.

Das Kabinenpersonal der Fluggesellschaft plant an Weihnachten zu streiken. Reuters

British Airways

Das Kabinenpersonal der Fluggesellschaft plant an Weihnachten zu streiken.

BangaloreBei British Airways streikt zu Weihnachten das Kabinenpersonal. Die Fluggesellschaft sei entsetzt über die Entscheidung der Gewerkschaft, über die Feiertage zu Arbeitsniederlegungen aufzurufen, teilte British Airways am Freitag mit. Es werde alles dafür getan, die Weihnachtspläne der Passagiere nicht zu durchkreuzen.

Die Gewerkschaft Unite hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass das Kabinenpersonal im Tarifstreit für Streiks gestimmt habe. Demnach könnten mehr als 2500 Unite-Mitglieder Dutzende Kurz- und Mittelstreckenflüge bestreiken. Das betroffene Kabinenpersonal verdiene nur ein bisschen mehr als den Mindestlohn. Die Bezüge lägen zudem unter dem nationalen Durchschnitt.

Rechte von Fluggästen bei Streiks

Ansprechpartner/Informationsquellen

Erster Ansprechpartner für Flugreisende ist immer die Fluggesellschaft, bei Pauschalreisen der Reiseveranstalter. Auch der jeweilige Flughafen bietet auf seiner Internetseite ausführliche Informationen über die aktuellen Abflug- und Ankunftszeiten. Bei Informationen aus dem Internet ist es sinnvoll, sich diese auszudrucken, um später einen Beleg zu haben.

Stornierung, Umbuchung, Umsteigen

Einen streikbedingt gestrichenen Flug kann der Kunde stornieren, er bekommt dann sein Geld zurück. Wer trotzdem fliegen will, hat Anspruch auf einen späteren Flug. Das kann aber dauern, bis der Streik vorbei ist – und auch länger, da ein Rückstau entstehen kann. Bei langen Ausständen muss die Fluggesellschaft eine Ersatzbeförderung organisieren, zum Beispiel mit der Bahn oder Bussen.

Verspätung

Verspätet sich der Flug wegen des Streiks, stehen Betroffenen bestimmte Leistungen zu. Bei einer Flugstrecke bis 1500 Kilometer haben die Passagiere ab einer Verspätung von zwei Stunden Anspruch auf Leistungen wie Telefonate, Getränke und Mahlzeiten. Ist der Flug zwischen 1500 und 3500 Kilometer lang, greift die Vorschrift ab einer Verspätung von drei Stunden, bei Langstreckenflügen ab vier Stunden. Auch eine Übernachtung im Hotel muss ggf. bezahlt werden. Ist eine Verspätung absehbar, sollten Passagiere trotzdem zur ursprünglichen Abflugzeit am Flughafen sein, da der Reisende sonst möglicherweise einen kurzfristig organisierten Ersatzflug verpasst.

Entschädigung

Bei Annullierung, Überbuchung oder Verspätung ab drei Stunden haben Passagiere zwar laut EU-Verordnung Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 600 Euro – aber nur, wenn kein „außergewöhnlicher“ Umstand daran schuld ist. Die Fluggesellschaften werten Streiks, wie zum Beispiel auch miserables Wetter, als außergewöhnlichen Umstand. Eine Entschädigung gibt es daher nicht.

Bei der Lufthansa hatten zuletzt die Piloten gestreikt und für massive Flugausfälle gesorgt. Der Streit soll nun mittels einer Schlichtung gelöst werden. Diese soll bis Ende Januar abgeschlossen werden.

Von

rtr

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