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28.09.2016

16:44 Uhr

Brussels Airlines

Lufthansa übernimmt belgische Fluglinie komplett

Die Lufthansa kauft Brussels Airlines vollständig. Die Fluggesellschaft zieht ihre Option auf die restlichen 55 Prozent der Anteile. Auf der Agenda des Aufsichtsrats stand auch die Übernahme von Teilen von Air Berlin.

Die deutsche Airline übernimmt ihre belgische Beteiligung komplett AFP; Files; Francois Guillot

Lufthansa und Brussels

Die deutsche Airline übernimmt ihre belgische Beteiligung komplett

FrankfurtDie Lufthansa übernimmt Brussels Airlines vollständig. Der Aufsichtsrat stimmte am Mittwoch dem Erwerb der verbleibenden 55 Prozent an der Brussels-Muttergesellschaft SN Airholding zu, wie die Fluggesellschaft in Frankfurt mitteilte. Die Übernahme soll Anfang 2017 abgeschlossen werden. Früheren Aussagen zufolge soll Brussels künftig für die Lufthansa-Billigmarke Eurowings an den Start gehen.

Die Entscheidung hatte sich wegen des Anschlags am Brüsseler Flughafen vom März verzögert. Die Lufthansa nahm sich länger Zeit, um die Folgen der Attacke auf die Geschäfte von Brussels Airlines besser bewerten zu können. Der Preis für die Anteile liegt bei 2,6 Millionen Euro. Zudem wird ein Lufthansa-Kredit über 100 Millionen Euro in Eigenkapital verwandelt.

Brussels-Übernahme und Air-Berlin-Strecken: Lufthansa verdoppelt Eurowings-Flotte

Brussels-Übernahme und Air-Berlin-Strecken

Premium Lufthansa verdoppelt Eurowings-Flotte

Die Lufthansa will ihrer Billigtochter weiteren Schub geben. Dazu sollen Brussels Airlines komplett und Teile der Air-Berlin-Stercken übernommen werden. Experten beurteilen das Unterfangen zurückhaltend.

Auf der Agenda des Aufsichtsrats stand auch eine mögliche Übernahme von Teilen der angeschlagenen Air Berlin. Dabei könnten 40 Flugzeuge samt Besatzungen von dem Konkurrenten dauerhaft angemietet werden. Die Europa-Flotte der Billigtochter Eurowings von derzeit 90 Jets würde so deutlich wachsen und das vorhandene Netz ergänzt werden. Lufthansa-Chef Carsten Spohr will Eurowings im Kampf gegen Billigflieger wie Ryanair und Easyjet kräftig ausbauen.

Hintergrund für die mögliche Teil-Übernahme ist die desolate finanzielle Lage der mit fast einer Milliarde Euro verschuldeten Air Berlin, die schon seit Jahren von ihrem Großaktionär Etihad mit immer neuen Millionenspritzen in der Luft gehalten wird.

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Um die Kosten einzudämmen, will Etihad laut Medienberichten zudem die Air-Berlin-Tochter Niki und 14 von Tuifly geleaste Jets in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Touristik-Konzern Tui überführen. Die heutige Air-Berlin-Flotte von rund 140 Fliegern würde so nahezu halbiert. Verbleiben würden bei der Fluggesellschaft einige Fernstrecken, der Drehkreuz-Verkehr in Berlin und Düsseldorf sowie die Zubringerflüge nach Abu Dhabi.

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