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17.08.2011

21:33 Uhr

Buchhandelskette

Barnes + Noble reizt Liberty Media

Der US-Buchhandel befindet sich im Umbruch. Borders musste bereits aufgeben, weil sich kein Käufer fand, Barnes and Noble hat nur einen Interessenten. Aber mit dem Lesegerät Nook ein gewichtiges Kaufargument.

Mit dem Nook punktet der Buchhändler Barnes & Noble. Quelle: dapd

Mit dem Nook punktet der Buchhändler Barnes & Noble.

New YorkDer US-Medienunternehmer John Malone bleibt an der US-Buchhandelskette Barnes + Noble dran. Mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen zufolge gibt es weiter Gespräche zwischen Barnes & Noble und Malones Konzern Liberty Media, der im Mai eine Übernahmeofferte vorgelegt hat.

Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, sagte ein Insider. Liberty erwäge inzwischen auch ein kleineres Engagement statt einer Komplettübernahme. Doch damit sei letztere nicht vom Tisch.

Das Gebot von Liberty ist bislang das einzige für die Buchhandelskette, die sich im vergangenen Jahr zum Verkauf gestellt hatte. Es beläuft sich auf insgesamt eine Milliarde Dollar, das sind 17 Dollar je Aktie. Der Aktienkurs von Barnes + Noble liegt allerdings deutlich darunter. Am Mittwoch rutschte er um mehr als sieben Prozent ab auf 13,49 Dollar.

Liberty hat es vor allem das elektronische Lesegerät Nook angetan, mit dem sich Barnes + Noble auf dem Markt für E-Books tummelt. Dort ist das Unternehmen die Nummer zwei hinter Amazon.com. Im Stammgeschäft mit gedruckten Büchern kämpft die Handelskette, die mehr als 700 Filialen betreibt, mit schmerzlichen Umsatzrückgängen. Der in die Insolvenz gerutschte Rivale Borders muss dichtmachen, weil er keinen Käufer fand.

Zu Malones Imperium gehört auch der Kabelriese Liberty Global, der in Deutschland bereits mit Unitymedia am Start ist und Kabel BW übernehmen will. Diese Pläne schaut sich allerdings das Bundeskartellamt sehr genau an.

Von

rtr

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