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08.03.2006

09:31 Uhr

Buchungszahlen von Tui und Alltours

Vogelgrippe schreckt Urlauber ab

Tui hat für die Sommersaison weniger Buchungen vorliegen als vom Markt erwartet. Als Grund nannte Europas größter Touristikkonzern Einbußen durch die Vogelgrippe. Auch Konkurrent Alltours vermeldet zu Beginn der Internationalen Tourismusbörse Berlin Probleme.

HB BERLIN. Konzernweit lägen die gebuchten Umsätze für die Sommersaison bisher nur rund 2 Prozent über dem Vorjahresstand, teilte Tui am Mittwoch zu Beginn der weltgrößten Reisemesse ITB mit. In den beiden Kernmärkten Deutschland und Großbritannien liegt der Konzern im wichtigen Sommergeschäft derzeit lediglich auf Vorjahresniveau, in Frankreich gibt es sogar einen Rückgang von knapp 6 Prozent. Stärker gebucht werde in Skandinavien und den Beneluxländern.

Für Ziele im östlichen Mittelmeer hätten sich die Ausbreitung der Vogelgrippe in der Türkei und die Proteste gegen islamkritische Karikaturen negativ ausgewirkt, erläuterte Konzernchef Michael Frenzel. Zum Teil sei dadurch Spanien besser gebucht worden.

Auch für die im April zu Ende gehende Wintersaison 2005/2006 verzeichnet Tui konzernweit trotz eines Gästezuwachses von 6 Prozent nur 2,4 Prozent mehr Umsatz. Tui liegt damit derzeit unter der eigenen Wachstumsprognose für den Markt und das eigene Reisegeschäft für das laufende Jahr von rund 4 Prozent. Für die kommenden Wochen rechnet Frenzel aber mit einer Trendwende.

Konkurrent Alltours erwartet im laufenden Geschäftsjahr 2005/2006 ein Umsatzplus von 4,5 Prozent. Insgesamt werde Alltours die Wintersaison voraussichtlich mit dem geplanten Umsatzplus von 3,5 Prozent abschließen. Auch für den Sommer liege das Unternehmen im Plan. „Derzeit befinden sich die Buchungen auf dem hohen Vorjahresniveau, das durch enorme Frühbucherzuwächse gekennzeichnet war.“

Die Alltours-Frühbucherangebote seien auch 2006 erneut gut angenommen worden. Das Türkeigeschäft habe sich stark rückläufig entwickelt, sei aber durch deutliche Zuwächse vor allem von Spanien – wie bei Tui –, aber auch Griechenland und Tunesien kompensiert worden. Durch die Schwäche des Türkeigeschäfts sei Alltours zunächst verhalten in die Sommersaison gestartet. Doch mit dem Auslaufen der ersten Frühbucherfristen sei die Trendwende geschafft worden.

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