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25.09.2012

17:29 Uhr

Büroartikel-Spezialist

Staples schließt 45 Läden in Europa

Nicht zuletzt in Europa laufen die Geschäfte für Staples schlecht. Deshalb will der Büroartikel-Händler alleine hier 45 Läden schließen. Dadurch soll auch Geld für einen Umbauplan in die Kassen gespült werden.

Eine Filiale von Staples in de USA. Reuters

Eine Filiale von Staples in de USA.

Framingham/StuttgartDer Büroartikel-Spezialist Staples baut groß um. Alleine in Europa würden bis Anfang kommenden Jahres 45 Läden geschlossen, teilte der US-Konzern am Dienstag mit. Eine Druck-Tochterfirma solle verkauft werden. Mit John Wilson rückt zudem ein neuer Mann an die Spitze des Europageschäfts. In Nordamerika werde die Schließung von 15 Läden vorangetrieben, hieß es weiter.

Inwieweit Deutschland von den Einschnitten betroffen ist, konnte eine Firmensprecherin in Stuttgart zunächst nicht sagen. Hierzulande hat Staples nach ihren Angaben 61 Filialen, die 62. werde am Donnerstag in Hanau eröffnet. Die weitaus meisten Geschäfte liegen aber in den USA, wo Staples die Nummer eins der Branche ist.

Staples hatte zuletzt mit einem schrumpfenden Geschäft zu kämpfen. Vor allem in Europa und in Australien klagte das Unternehmen über eine anhaltende Schwäche. Deshalb hat Konzernchef Ron Sargent nun einen weitreichenden Umbauplan angestoßen: Online wird ausgebaut und enger mit den Filialen verzahnt. Zudem will Staples sein Angebot deutlich erweitern.

Der Händler bietet schon heute neben klassischen Büroartikeln wie Stiften und Papier auch Elektronikprodukte wie Digitalkameras und Computer an. „Unsere Vision ist es, dass Staples den Millionen Geschäftskunden alle Produkte aus einer Hand anbieten kann“, sagte Sargent am Firmensitz in Framingham im US-Bundesstaat Massachusetts.

Das notwendige Geld für den Umbau soll durch die Einschnitte hereinkommen: Staples will bis zum Ende des Geschäftsjahres 2015 jährliche Einsparungen von 250 Millionen Dollar vor Steuern erreichen. Dem stehen Kosten für die Filial-Schließungen sowie Abschreibungen von bis zu 1,1 Milliarden Dollar in diesem Geschäftsjahr gegenüber.

Von

dpa

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