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18.01.2011

22:00 Uhr

Burberry

Kleines Karo, große Rendite

VonKatharina Slodczyk

Als Thomas Burberry 1856 seinen ersten Laden mit Herrenkleidung im südenglischen Basingstoke eröffnete, gehörten vor allem Soldaten, Adelige und reiche Großgrundbesitzer aus der Region zu seinen Kunden. Heute, 155 Jahre später, macht Burberry das meiste Geld mit reichen Chinesen. Grund dafür ist die neue Strategie des Modelabels.

Burberry-Models präsentieren die Frühling/Sommer-Mode 2011. Reuters

Burberry-Models präsentieren die Frühling/Sommer-Mode 2011.

LONDON. Im abgelaufenen Quartal waren es in erster Linie die Geschäfte in der Volksrepublik, die den Konzern wachsen ließen und den asiatischen Raum zum größten Umsatzbringer machten. Zum ersten Mal hat die Region die Märkte Europa und Asien überholt. 150 Millionen Pfund setzte Burberry zwischen Oktober und Dezember in Asien um - 68 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, teilte Burberry am Dienstag mit. Insgesamt stieg der Quartalsumsatz um 27 Prozent auf 480 Millionen Pfund (573 Millionen Euro).

Burberry-Chefin Angela Ahrendts erwartet für das gesamte Geschäftsjahr einen Vorsteuergewinn am oberen Ende der Erwartungen. Das dürften etwa 290 Millionen Pfund sein. Der Aktienkurs stieg im Tagesverlauf um knapp vier Prozent.

Das Wachstum in China erklärt das Unternehmen mit seiner neuen Strategie dort: Burberry hat 50 Franchise-Läden in eigene Geschäfte umgewandelt. In den nächsten fünf Jahren sollen 50 Läden hinzukommen. "In diesen Tagen eröffnen wir auch unseren Online-Shop in China", sagte Finanzchefin Stacey Cartwright. Damit folgt Burberry Modeherstellern wie Armani, die ihre Produkte in China seit kurzem auch im Web vertreiben, um vom Wachstum des Online-Handels zu profitieren.

E-Commerce-Umsätze in China sind nach Angaben der Marktforscher von Analysys im dritten Quartal auf 134,2 Milliarden Yuan (15 Milliarden Euro) gestiegen und haben sich im Vergleich zum Vorjahresquartal verdoppelt.

Im Luxusgütermarkt spielte der Internet-Vertrieb in China bislang nur eine Nebenrolle. Viele westliche Online-Shops waren für chinesische Käufer nicht zugänglich.

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