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04.04.2014

17:02 Uhr

Burger-Boykott

McDonald's schließt Filialen auf der Krim

Keine Burger für die Krim: Die US-Fastfood-Kette McDonald's schließt bis auf Weiteres ihre drei Filialen auf der Schwarzmeer-Halbinsel. Moskau begrüßte den Schritt – und forderte noch drastischeres.

McDonald's-Mitarbeiter tragen eine Mülltonne der Filiale in Simferopol. Wer auf der Krim Lust auf einen Big Mac bekommt, hat ein Problem. Reuters

McDonald's-Mitarbeiter tragen eine Mülltonne der Filiale in Simferopol. Wer auf der Krim Lust auf einen Big Mac bekommt, hat ein Problem.

SimferopolDie Bewohner der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim müssen ab sofort auf Burger und Chicken Nuggets verzichten: Die US-Fastfood-Kette McDonald's verkündete am Freitag die „vorübergehende“ Schließung ihrer drei Filialen auf der Krim aus „produktionstechnischen Gründen“ sowie „Betriebsbedingungen außerhalb unser Kontrolle“. Das Unternehmen hoffe, die Arbeit wiederaufnehmen zu können, „sobald wir die Gelegenheit dazu haben“, hieß es auf der ukrainischen McDonald's-Website.

Die Adressen der bisher drei Filialen in Simferopol, Sewastopol und Jalta wurden von der Website entfernt. Den Mitarbeitern der Krim-Filialen sei angeboten worden, in anderen Restaurants in der Ukraine zu arbeiten.

Die wertvollsten Fast-Food-Marken

Methodik

Einmal jährlich berechnet das US-Marktforschungsinstitut Millward Brown den Markenwert der wertvollsten Fast-Food-Ketten der Welt. Handelsblatt Online zeigt, welche Marken besonders gut abschneiden. (Stand: Mai 2013)

Platz 10

Taco Bell - Markenwert: 1,99 Milliarden Dollar

Die berühmte Burrito-Kette verkauft ihre mexikanischen Spezialitäten vor allem in den USA. Zwei Millionen Kunden und 5800 Filialen machen die Möchtegern-Mexikaner zu dem Umsatztreibern des Fast-Food-Riesens Yum!-Brands.

Platz 9

Burger King - Markenwert: 2,44 Milliarden Dollar

Was die Größe betrifft sind die Erfinder des Whoppers der größte McDonalds-Konkurrent. Beim Markenwert spielt die Burgerkette trotz 12.700 Filialen in 73 Ländern weltweit aber in einer anderen Liga.

Platz 8

Panera - Markenwert: 3,03 Milliarden Dollar

Die Backshop-Kette ist neu in den Top 10. Dort gibt es Brötchen, aber auch kleine Speisen wie Suppen. Die Kette hat mehr als 1700 Filialen in den USA und Kanada.

Platz 7

Tim Hortons - Markenwert: 3,38 Milliarden Dollar

Durch rasantes Wachstum hat die kanadische Kette in ihrem Heimatland sogar McDonald's überholt. In den 3300 Filialen werden besonders Kaffee und Donuts verkauft.

Platz 6

Chipotle - Markenwert: 4,97 Milliarden Dollar

Burritos und Tacos sind die Klassiker bei der US-Kette, die mexikanisches Essen serviert. Das Unternehmen wurde vor 20 Jahren gegründet und gehörte zwischendurch ein paar Jahre zu McDonald's.

Platz 5

Pizza Hut - Markenwert: 6,01 Milliarden Dollar

Die 12.000 Filialen der weltgrößten Pizzakette gehören ebenfalls zum Yum!-Imperium. Statt mit der klassischen italienischen Pizza feiert die Kette vor allem mit Pan-Pizzen Erfolge, die in der Pfanne serviert werden.

Platz 4

Kentucky Fried Chicken (KFC) - Markenwert: 9,95 Milliarden Dollar

Noch heute lächelt KFC-Gründer Colonel Harland Sanders von jedem Eimer mit Hähnchenflügeln, der über die Ladentheke geht. Die Kette, die ebenfalls zu Yum! gehört, steht seit mehreren Jahren in der Kritik von Tierschützern.

Platz 3

Subway - Markenwert: 16,69 Milliarden Dollar

Während Subway in den USA als beliebter Franchisepartner gilt, gingen der Sandwich-Kette in Deutschland reihenweise die Franchisenehmer von der Stange. Im Markenwert werden die US-Brötchengeber aber nur von zwei Konzernen geschlagen.

Platz 2

Starbucks - Markenwert: 17,89 Milliarden Dollar

Die Zeit des rasanten Wachstums ist vorbei. Die US-Kaffeekette wächst, aber die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren in der Bilanz. Im Markenwert ist trotzdem keine Kaffeekette besser – und Starbucks hat im Vorjahresvergleich stark zugelegt.

Platz 1

McDonald's - Markenwert: 90,26 Milliarden Dollar

Das goldene M, Heimat von Big Mac und Chicken McNuggets, ist beim Markenwert einsam an der Spitze. Mit 34.000 Filialen in 118 Ländern gibt es kaum einen Winkel der Welt, in dem der Fast-Food-Riese nicht aktiv ist.

In Moskau löste der McDonald's-Rückzug von der Krim Forderungen nach einer Aufgabe von US-Geschäften in Russland aus. Der für seine anti-westliche Rhetorik bekannte Vize-Sprecher des russischen Parlaments, Wladimir Schirinowski, sagte laut Medienberichten: „Es wäre gut, wenn sie auch hier schließen würden, wenn sie für immer verschwänden.“ Er kündigte Demonstrationen seiner nationalistischen Partei vor McDonald's-Filialen im ganzen Land an. „Pepsi-Cola wären die nächsten“, fügte er hinzu. Seine Äußerungen schürten Befürchtungen, dass die schwersten Ost-West-Spannungen seit Ende des Kalten Krieges in einen Handelskrieg zwischen Russland und den USA münden könnten.

McDonald's betreibt in Russland 400 Restaurants. Das Unternehmen hatte zu Zeiten der Sowjetunion als erster internationaler Fast-Food-Konzern eine Filiale in Moskau eröffnet.

Trotz massiver internationaler Proteste hatte Russland Mitte März die ukrainische Halbinsel Krim in sein Staatsgebiet aufgenommen, nachdem sich die dortige Bevölkerung in einem umstrittenen Referendum für die Abspaltung von der Ukraine ausgesprochen hatte. Der Westen verhängte daraufhin Sanktionen gegen Mitglieder der russischen Führung.

Kommentare (9)

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04.04.2014, 15:20 Uhr

Das wünsch ich mir für »D« ;–))

Account gelöscht!

04.04.2014, 15:47 Uhr

Ich für die jungere Gesellschaft ebenfalls, sollen die uns doch bitte auf dieser ebene auch sanktionieren!

Account gelöscht!

04.04.2014, 16:08 Uhr

Na also,die Statusänderung der Krim trägt schon die ersten Früchte ... Blinis statt Bürger!
Aber USA/ EU und NATO werden sicherlich mit vereinten Kräften die ungesunden Bürger&Pommes zurückbringen ... zur Not mit Panzern, lol.

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