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13.12.2014

14:34 Uhr

Burger King

Filialen sollen Montag wiedereröffnen

Neustart ab Montag: Die 89 geschlossenen Burger-King-Filialen können wieder öffnen, die Vorbereitungen laufen. Es ist das vorläufige Ende einer wochenlangen Hängepartie für die rund 3000 Beschäftigten der Restaurants.

Burger-King-Hamburger in Hanau: Die geschlossenen Filialen sollen wiedereröffnen. Reuters, Sascha Rheker

Burger-King-Hamburger in Hanau: Die geschlossenen Filialen sollen wiedereröffnen.

MünchenNach einer Lizenz-Einigung plant die Fast-Food-Kette Burger King ab Montag die Wiedereröffnung der geschlossenen Filialen. „Ziel ist es, die ersten Restaurants am Montag zu eröffnen“, sagte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur dpa am Samstag in München. Die Vorbereitungen dafür seien bereits angelaufen. Bei Arbeitnehmervertretern hatte die Einigung nach der wochenlangen Schließung der 89 Restaurants mit rund 3000 Beschäftigten am Vorabend für Erleichterung gesorgt. Eine dauerhafte Lösung für die Filialen steht allerdings noch aus.

Neben der Belieferung mit Tiefkühlkost würden jetzt unter anderem die Geräte funktionsbereit gemacht und die Kassensysteme überprüft, sagte der Unternehmenssprecher. Auch letzte Reinigungsarbeiten laufen. Frischware sollen die Schnellrestaurants dann ab Wochenbeginn erhalten.

Am Vorabend hatte Burger King nach Verhandlungen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter der Betreibergesellschaft der 89 Filialen, Marc Odebrecht, den Weg für die Wiedereröffnung freigemacht. Die Fast-Food-Kette erteilte Odebrecht eine vorläufige Erlaubnis zur Nutzung der Marke und finanziert den Neustart mit einem Massekredit in Millionenhöhe.

Die zehn größten Gastronomiebetriebe Deutschlands

Platz 10

Aral

Die Tankstellenkette erzielte laut Deutschem Fachverlag im Jahr 2012 einen Umsatz von 175,8 Millionen Euro mit seinen „Petit Bistro“-Verkaufsstellen in 1084 Tankstellen. Damit gab es Stagnation im Vergleich zum Vorjahr.

Platz 9

Ikea

Vom Skandal um Pferdefleisch in den beliebten Hackfleischbällchen „Köttbullar“ war im vergangenen Jahr noch nicht die Rede. Die Restaurants in den 46 Ikea-Möbelhäusern konnten 1012 einen Umsatz von 179 Millionen Euro verbuchen, ein Plus von etwa 2,5 Prozent.

Platz 8

SSP Deutschland

Der Betreiber von Restaurants und Geschäften in Bahnhöfen und Flughäfen musste einen leichten Umsatzrückgang um drei Millionen auf 182 Millionen Euro verkraften.

Platz 7

Subway

Die Zahl der Filialen der Sandwich-Kette ging zwar leicht um 12 auf 600 zurück im Jahr 2012. Doch der Umsatz konnte geschätzt um zehn auf 185 Millionen Euro zulegen.

Platz 6

Yum Restaurants

In China kämpft der Yum-Konzern mit Umsatzrückgängen bei seiner Marke Kentucky Fried Chicken, nachdem Nachrichten über minderwertiges Hühnerfleisch die Runde gemacht hatten. Auch die Pizza-Hut-Kette und Taco Bells gehören zum Unternehmen. In Deutschland baute Yum die Zahl der Filialen im Jahr 2012 um 16 auf 157 aus und steigerte den Umsatz um mehr als zehn Prozent auf 199 Millionen Euro. Das reichte für Rang 6 statt Rang 7 im Vorjahr.

Platz 5

Nordsee

Unter den größten fünf Unternehmen gab es keine Veränderung. Die Nordsee-Fischrestaurants machten 291 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2012 ein Rückgang um zehn Millionen Euro. Auch die Zahl der Filialen ging zurück auf 336 Restaurants (Vorjahr: 345).

Platz 4

Autobahn Tank & Rast

Insgesamt 392 Raststätten an Autobahnen betreibt das Unternehmen. Der Umsatz belief sich 2012 geschätzt auf 599 Millionen Euro. Damit gelang nur ein minimales Plus.

Platz 3

LSG Lufthansa Service

Der Caterer der Fluggesellschaft Lufthansa steigert den Umsatz um etwas mehr als zwei Prozent auf 730 Millionen Euro.

Platz 2

Burger King

Die Fast-Food-Kette hat 700 Restaurants (Vorjahr: 696) und legte 2012 geschätzt beim Umsatz um etwas mehr als fünf Prozent auf 833 Millionen Euro zu. Das reichte nicht, um sich näher an den Erzrivalen heranzupirschen …

Platz 1

McDonald’s

… der unangefochten auf Rang 1 liegt. Mit 1440 Restaurants setzt McDonald’s 3,25 Milliarden Euro um und wuchs prozentual zwar langsamer als Burger King. Doch absolut legte der Umsatz um 52 Millionen Euro zu. Allerdings sackte die Zahl der Gäste unter die 2011 noch geknackte Marke von eine Milliarde.

Die Filialen hatten im November schließen müssen, nachdem Burger King dem größten deutschen Franchisenehmer Yi-Ko nach dem Wirbel um Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen fristlos gekündigt hatte. Weil Burger King Yi-Ko die Nutzung von Marke und Firmenlogo verbieten ließ und auch einen Lieferstopp verhängte, mussten die Restaurants bald schließen. Am Mittwoch hatte die zu Yi-Ko gehörende Betreibergesellschaft der Filialen, die Burger King GmbH, Insolvenz angemeldet.

Als weitere Punkte eines Aktionsplans will Burger King nun dem vorläufigen Insolvenzverwalter operative Unterstützung durch erfahrene Führungskräfte zukommen lassen und die Mitarbeiter trainieren, um die Standards des Unternehmens sicherzustellen.

Von

dpa

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