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28.11.2014

17:39 Uhr

Burger-King-Franchisenehmer

Yi-Ko will Betriebsratsforderungen erfüllen

Um seine 89 Burger-King-Filialen wieder öffnen zu können, will Yi-Ko nun doch die Betriebsratsforderungen erfüllen. Das Personal in den Filialen soll aufgestockt und tariflich bezahlt werden.

Burger King selbst äußerte sich am Freitag nicht zu den neuen Vorschlägen des Franchisenehmers. dpa

Burger King selbst äußerte sich am Freitag nicht zu den neuen Vorschlägen des Franchisenehmers.

StadeDer Burger-King-Franchisenehmer Yi-Ko ist zu weiteren Zugeständnissen bereit, um die 89 geschlossenen Filialen bald wieder öffnen zu können. Das Unternehmen, das sich seit Freitag „Burger King GmbH“ nennt, werde alle seine 89 Filialen ausreichend mit Personal ausstatten, diese nach Tarif bezahlen, finanzielle Forderungen von Mitarbeitern begleichen und in der Tarifbindung bleiben, erklärte die vom Unternehmen beauftragte Rechtsanwaltskanzlei Graf von Westphalen. Zudem werde ein „erfahrenes neues Management“ eingestellt. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sprach von einem „guten Signal“.

Die Betriebsräte der rund 3000 Mitarbeiter des Franchisenehmers hatten sich am Donnerstag getroffen und einen Forderungskatalog verabschiedet. Diesen Forderungskatalog setzte die Burger King GmbH „kurzfristig“ um, erklärte die Anwaltskanzlei.

Der Gastronomie-Experte der NGG, Guido Zeitler, verlangte, nun müssten schnell konkrete Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern und der Gewerkschaft aufgenommen werden. Burger King und der Franchisenehmer seien "weiterhin" aufgefordert, ein tragfähiges Konzept für die Zukunft der Beschäftigten zu erarbeiten.

Burger King selbst äußerte sich am Freitag nicht zu den neuen Vorschlägen des Franchisenehmers. Die geänderte Eigentümerstruktur - der bisherige Miteigentümer Ergün Yildiz hat das Unternehmen verlassen - habe auf die Kündigung des Franchisenehmers „zunächst keine unmittelbare Auswirkung“. Yildiz hatte die 89 Filialen im Jahr 2013 zusammen mit dem russischen Unternehmer Alexander Kolobov übernommen. Er ist nun alleiniger Eigentümer.

Burger King hatte in der vergangenen Woche die Verträge mit dem Franchisenehmer gekündigt und ihn aufgefordert, seine 89 Filialen umgehend zu schließen. Hintergrund sind Verstöße gegen die vertraglich vereinbarten Arbeitsbedingungen für die 3000 Mitarbeiter. Ein RTL-Team um den Journalisten Günter Wallraff hatte zudem über schwere Hygienemängel in den Filialen berichtet.

Von

afp

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