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26.11.2014

18:58 Uhr

Burger King

Neue Hoffnung für geschlossene Filialen

Nachdem der Mitgesellschafter Yildiz den Burger-King-Franchisenehmer Yi-Ko-Holding verlassen hat, besteht wohl Hoffnung für die geschlossenen Filialen. Nun verhandelt ein russischer Unternehmer über Wiedereröffnungen.

Ein RTL-Team um Günter Wallraff hatte im Frühjahr über schwere Hygiene-Missstände in Burger-King-Filialen der Yi-Ko-Holding berichtet. ap

Ein RTL-Team um Günter Wallraff hatte im Frühjahr über schwere Hygiene-Missstände in Burger-King-Filialen der Yi-Ko-Holding berichtet.

DüsseldorfFür den gekündigten Franchisenehmer der Fastfood-Kette Burger King, die Yi-Ko Holding, gibt es offenbar neue Hoffnung. Wie die Wirtschaftswoche am Mittwoch online berichtete, muss der umstrittene Mitgesellschafter Ergün Yildiz das Unternehmen verlassen. Yildiz habe seine Anteile an den russischen Unternehmer Alexander Kolobov abgetreten, berichtete das Magazin.

Zusammen mit Kolobov hielt Yildiz demnach 50 Prozent an Yi-Ko. Nun verhandele Kolobov als alleiniger Gesellschafter mit Burger King Europe um eine Fortführung der knapp 90 Filialen in Deutschland. Unter Berufung auf Verhandlungskreise vermeldete das Wirtschaftsmagazin, dass Kolobov hoffe, die derzeit geschlossenen Restaurants bis Ende der Woche wieder zu eröffnen.

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Kolobov betreibt in Russland mehr als hundert Filialen der Fastfoodkette. Burger King hatte in der vergangenen Woche die Verträge mit der Yi-Ko-Holding gekündigt und den Franchisenehmer aufgefordert, seine Filialen umgehend zu schließen.

Das Unternehmen sieht offenbar Yildiz als Verursacher der Probleme mit dem Franchisenehmer, der bisher jede achte Burger-King-Filiale in Deutschland betrieb. Die Fast-Food-Kette hatte schon im Sommer seinen Rückzug als Geschäftsführer von Yi-Ko erzwungen, als Gesellschafter hatte er aber weiter Einfluss genommen. Das Unternehmen wirft ihm Verstöße gegen das Arbeitsrecht im Umgang mit Mitarbeitern und der Besetzung von Schichten vor. Auch die von RTL aufgedeckten Hygienemängel in den Restaurants seien nie ganz abgestellt worden. Yildiz hatte bei Yi-Ko einen harten Sparkurs gefahren, nachdem Burger King seiner Firma die bisher vom Konzern selbst betriebenen Lokale verkauft hatte. Dort arbeiten rund 3000 Beschäftigte.

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete am Mittwoch ohne Angabe von Quellen, die wahrscheinlichste Lösung sei, dass mehrere etablierte Burger-King-Franchisenehmer die 89 Yi-Ko-Restaurants übernähmen, entweder durch eine Übernahme von Yi-Ko oder im Zuge eines Insolvenzverfahrens. "Wir suchen weiter nach einer Lösung", erklärte Burger King dazu nur.

Von

afp

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