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01.06.2015

15:26 Uhr

Burger King startet Lieferservice

Burger auf Rädern

VonChristoph Kapalschinski

Ein Lieferservice soll Burger King in der Gunst der Kunden wieder nach vorn bringen. Die krisengebeutelten Amerikaner wollen damit in Deutschland sogar Marktführer werden. Doch noch machen nicht alle Filialen mit.

Der Fastfoodriese bringt die Burger künftig auch an die Haustür. dpa

Burger King

Der Fastfoodriese bringt die Burger künftig auch an die Haustür.

HamburgDie Fastfood-Kette Burger King will einen bundesweiten Lieferdienst anbieten. Das kündigte Deutschland-Chef Andreas Bork am Montag an. Erste Tests hätten gezeigt, dass ein solcher Service gut angenommen werde.

Burger King hat dabei einige Vorbilder. In den USA liefern die großen Imbiss-Ketten in den Metropolen bereits schon seit Jahren aus. Der derzeitige Burger-Boom in Deutschland hat auch einige lokale Bringdienste hervorgebracht. Bislang allerdings konnten Marktführer McDonald‘s und der ewige Rivale Burger King davon nicht profitieren. Laut einer Studie der Fachzeitschrift „Food Service“ verloren im Jahr 2014 erstmals in Deutschland beide Ketten zugleich an Umsatz. Burger King litt dabei besonders unter einem Hygiene-Skandal, ausgelöst durch Recherchen der RTL-Sendung „Team Wallraff“.

Das will Burger King nach Wechseln unter den Franchise-Nehmer nun vergessen machen. „Wir wollen Marktführer im Bereich Lieferservice in Deutschland werden“, kündigte Bork an. Damit müsste er sich gegen Pizza-Konkurrenten wie Joey‘s mit 135 Millionen Euro Umsatz durchsetzen. Mit 830 Millionen Euro ist Burger King zwar schon heute deutlich größer, bis der Umsatz aus dem Lieferdienst aber die Pizza-Boten überholt, dürfte es dauern.

Zunächst sollen in den kommenden zwei Jahren nur 200 der knapp 700 Burger-King-Filialen mitmachen. Der Grund: Die Amerikaner setzen in Deutschland auf Franchise-Nehmer – und die müssen nach der Umsatzflaute in das neue Liefersystem erst investieren. Durchschnittlich fünf neue Mitarbeiter brauche jedes Restaurant dafür, rechnet Burger King vor – also 1.000 in den ersten beiden Jahren.

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