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14.01.2016

15:23 Uhr

Burger King und Lieferheld

Whopper-Bringdienst wird ausgebaut

Der König wird zum Lieferanten: Burger King will deutschlandweit einen Bringdienst für sein Fastfood-Angebot etablieren. Die Software dafür soll ein Berliner Unternehmen liefern. Die Konkurrenz schaut erst einmal zu.

Derzeit baut Burger King Kapazitäten aus, um das Geschäft auch auf den Lieferservice auszurichten. Mehr als 200 Filialen sollen bis Ende 2017 mitmachen. dpa

1000 zusätzliche Arbeitsplätze

Derzeit baut Burger King Kapazitäten aus, um das Geschäft auch auf den Lieferservice auszurichten. Mehr als 200 Filialen sollen bis Ende 2017 mitmachen.

MünchenDie Fastfood-Kette Burger King will ihren Bringdienst ausbauen und arbeitet dafür mit der Bestellplattform Lieferheld zusammen. Lieferheld werde Burger-King-Restaurants nach und nach in seine Online-Plattform integrieren und für die Kette in Deutschland auch eine neue Lieferservice-Website und entsprechende Apps entwickeln, teilte Burger King am Donnerstag in München mit. Durch den Ausbau des vor rund einem Jahr zunächst probeweise gestarteten Service will Burger King in diesem und im kommenden Jahr rund 1000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, wie Burger-King-Deutschlandchef Andreas Bork bekräftigte.

Bereits angeschlossen an die Lieferheld-Plattform sind erste Pilot-Restaurants in Berlin, Singen und Waiblingen, in den kommenden Tagen sollen weitere Filialen in Mannheim, Chemnitz, Dresden, Gera und Zwickau hinzukommen. In einer zweiten Phase ab März wird das Angebot dann auf weitere 30 Restaurants ausgeweitet, dann startet auch eine eigene Website sowie Apps. Bis Jahresende will Burger King deutschlandweit in 100 Restaurants den Lieferservice anbieten, weitere rund 100 sollen dann im kommenden Jahr folgen.

Die wertvollsten Fast-Food-Marken

Methodik

Einmal jährlich berechnet das US-Marktforschungsinstitut Millward Brown den Markenwert der wertvollsten Fast-Food-Ketten der Welt. Handelsblatt Online zeigt, welche Marken besonders gut abschneiden. (Stand: Mai 2013)

Platz 10

Taco Bell - Markenwert: 1,99 Milliarden Dollar

Die berühmte Burrito-Kette verkauft ihre mexikanischen Spezialitäten vor allem in den USA. Zwei Millionen Kunden und 5800 Filialen machen die Möchtegern-Mexikaner zu dem Umsatztreibern des Fast-Food-Riesens Yum!-Brands.

Platz 9

Burger King - Markenwert: 2,44 Milliarden Dollar

Was die Größe betrifft sind die Erfinder des Whoppers der größte McDonalds-Konkurrent. Beim Markenwert spielt die Burgerkette trotz 12.700 Filialen in 73 Ländern weltweit aber in einer anderen Liga.

Platz 8

Panera - Markenwert: 3,03 Milliarden Dollar

Die Backshop-Kette ist neu in den Top 10. Dort gibt es Brötchen, aber auch kleine Speisen wie Suppen. Die Kette hat mehr als 1700 Filialen in den USA und Kanada.

Platz 7

Tim Hortons - Markenwert: 3,38 Milliarden Dollar

Durch rasantes Wachstum hat die kanadische Kette in ihrem Heimatland sogar McDonald's überholt. In den 3300 Filialen werden besonders Kaffee und Donuts verkauft.

Platz 6

Chipotle - Markenwert: 4,97 Milliarden Dollar

Burritos und Tacos sind die Klassiker bei der US-Kette, die mexikanisches Essen serviert. Das Unternehmen wurde vor 20 Jahren gegründet und gehörte zwischendurch ein paar Jahre zu McDonald's.

Platz 5

Pizza Hut - Markenwert: 6,01 Milliarden Dollar

Die 12.000 Filialen der weltgrößten Pizzakette gehören ebenfalls zum Yum!-Imperium. Statt mit der klassischen italienischen Pizza feiert die Kette vor allem mit Pan-Pizzen Erfolge, die in der Pfanne serviert werden.

Platz 4

Kentucky Fried Chicken (KFC) - Markenwert: 9,95 Milliarden Dollar

Noch heute lächelt KFC-Gründer Colonel Harland Sanders von jedem Eimer mit Hähnchenflügeln, der über die Ladentheke geht. Die Kette, die ebenfalls zu Yum! gehört, steht seit mehreren Jahren in der Kritik von Tierschützern.

Platz 3

Subway - Markenwert: 16,69 Milliarden Dollar

Während Subway in den USA als beliebter Franchisepartner gilt, gingen der Sandwich-Kette in Deutschland reihenweise die Franchisenehmer von der Stange. Im Markenwert werden die US-Brötchengeber aber nur von zwei Konzernen geschlagen.

Platz 2

Starbucks - Markenwert: 17,89 Milliarden Dollar

Die Zeit des rasanten Wachstums ist vorbei. Die US-Kaffeekette wächst, aber die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren in der Bilanz. Im Markenwert ist trotzdem keine Kaffeekette besser – und Starbucks hat im Vorjahresvergleich stark zugelegt.

Platz 1

McDonald's - Markenwert: 90,26 Milliarden Dollar

Das goldene M, Heimat von Big Mac und Chicken McNuggets, ist beim Markenwert einsam an der Spitze. Mit 34.000 Filialen in 118 Ländern gibt es kaum einen Winkel der Welt, in dem der Fast-Food-Riese nicht aktiv ist.

Lieferheld gehört zum Berliner Unternehmen Delivery Hero, an dem wiederum die Berliner Startup-Fabrik Rocket Internet beteiligt ist. Burger King hat deutschlandweit rund 700 Filialen mit insgesamt etwa 25.000 Beschäftigten, die von Franchisenehmern betrieben werden.

Auch ein Franchisenehmer von Konkurrent McDonald's testet in Osnabrück und Umgebung einen Bringdienst. Diesen Test werde man sich „in aller Ruhe anschauen“ und sich mit dem Lizenz-Partner über dessen Erfahrungen austauschen, erklärte das Unternehmen. Aktuell sei bei McDonald's aber keine bundesweite Einführung eines Lieferdienstes geplant.

Von

dpa

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