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13.07.2011

17:55 Uhr

Carrefours

Nach Gewinneinbruch wackelt Jahresziel

Beim zweitgrößten Händler Carrefour nehmen die schlechten Nachrichten kein Ende. Im ersten Halbjahr sinkt das operative Ergebnis des Unternehmens um 23 Prozent. Analysten sehen nun das Jahresziel in Gefahr.

Ein Carrefour Supermarkt in Frankreich. Quelle: AFP

Ein Carrefour Supermarkt in Frankreich.

ParisGewinnwarnungen, Rückschläge im Wachstumsmarkt Brasilien und schlechte Stimmung der Verbraucher in Südeuropa: Beim weltweit zweitgrößten Händler Carrefour reißen die schlechten Nachrichten nicht ab. Der Chef des französischen Metro-Konkurrenten, Lars Olofsson, gerät damit immer stärker unter Druck.

Olofsson räumte am Mittwoch einen Gewinneinbruch im ersten Halbjahr ein und stellte zum vierten Mal im Jahr 2011 die Geschäftsziele in Frage. Carrefour rechnet für die ersten sechs Monate nun mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses um 23 Prozent auf rund 760 Millionen Euro.

Federn lassen musste die Supermarkt-Kette dabei vor allem in Frankreich: Im Heimatmarkt gab der Ertrag um 35 Prozent nach. Dort rächte sich auch die Preispolitik des Händlers. Vor allen Wettbewerbern hatte der Konzern an der Preisschraube gedreht - die Kunden verziehen dies Carrefour nicht. Der Konzern halte jedoch an seinem Jahresziel fest, den Gewinn zu steigern, betonte Finanzchef Pierre Bouchut bei Vorlage der Zahlen. Doch einfach werde dies nicht, gab er zu. Der Wettbewerb in Frankreich sei seit Mai noch schärfer geworden - und die Sparprogramme in Griechenland, Italien und Spanien drücken auf die Kauflaune der dortigen Verbraucher. „Das ist ganz klar eine weitere Gewinnwarnung, die zweite in einem Monat“, sagte ein Aktienhändler in Paris.

Derzeit werde ein Rettungsplan ausgearbeitet, der das Gewinnziel sichern solle und Ende August vorgestellt werde, kündigte Bouchut weiter an. Die weltweite Nummer Zwei hinter dem US-Riesen Wal Mart baut gerade ihre Großmärkte um und versucht die Kosten zu drücken. Die Zielvorgabe 2011 erscheine nach dem ersten Halbjahr nun sehr hoch, sagte Credit-Suisse-Analyst Andrew Kasoulis.

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