Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.01.2004

13:00 Uhr

Cebit-Anmeldungen erneut gesunken

Millionenverlust bei Deutscher Messe

Die Deutsche Messe AG in Hannover hat 2003 die Folgen der schwachen Konjunktur deutlich zu spüren bekommen. Eine Besserung ist in diesem Jahr nicht in Sicht.

HB HANNOVER. Der Umsatz habe sich um vier Prozent auf 259 Millionen Euro verringert, teilte der Vorstand am Donnerstag mit. Trotz eines operativen Ergebnisses von 48 Millionen Euro blieb unter dem Strich ein Verlust in mittlerer einstelliger Millionenhöhe.Der Veranstalter der beiden weltgrößten Industriemessen Cebit und Hannover Messe 2003 rutschte damit noch etwas tiefer in die roten Zahlen als im Jahr zuvor, als ein ein Verlust von 2,6 Millionen Euro zu Buche gestanden hatte.

Auch 2004 wird nach den Worten des kürzlich zum Vorstandschef aufgerückten Sepp Heckmann eher ein schwächeres Jahr. Für die Computer- und Telekommunikationsmesse Cebit 2004 im März liegt trotz eines Branchenaufschwungs die Zahl der Anmeldungen mit gut 6000 noch unter dem schon gesunkenen Vorjahresniveau von 6600.

Bereits 2003 habe die Messe reagiert und ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm eingeleitet, sagte Heckmann. Trotz des Verlustes zeigte er sich mit dem Ergebnis des vergangenen Jahres „mehr als zufrieden“. Man müsse die Begleitumstände des vorigen Jahres sehen, das zudem aufgrund einiger nicht jährlich stattfindender Messen turnusgemäß ein schwächeres Jahr gewesen sei. „Hannover ist weiterhin weltweit führender Veranstaltungsort für Leitmessen“, sagte Heckmann. Grund für den Verlust seien nicht allein die Einbußen durch sinkende Aussteller- und Besucherzahlen. Die Messe AG habe noch erhebliche kreditfinanzierte Investitionen für den Ausbau des Geländes zur Weltausstellung Expo 2000 abzutragen und verfüge zudem im Vergleich zu anderen Messegesellschaften über die geringste Eigenkapitalausstattung. Haupteigentümer der Messe AG sind das Land Niedersachsen und die Stadt Hannover. In ihrer mittel- und langfristigen Strategie sehe das Unternehmen für den Standort Hannover große Chancen durch die EU-Erweiterung nach Osteuropa. Darüber hinaus spielten jedoch die Auslandsaktivitäten eine immer größere Rolle. Heckmann verwies dabei auf die Investitionen in ein eigenes Messegelände in China (Shanghai/Pudong).

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×