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14.05.2012

10:49 Uhr

Chef Fox tritt zurück

Praktiker findet einen neuen Geldgeber

VonKirsten Ludowig, Stefan Menzel

Die kriselnde Baumarktkette hat einen neuen Investor gefunden. 85 Millionen Euro soll Praktiker für ein neues Sanierungskonzept bekommen. Zudem gab das Unternehmen den überraschenden Abgang von Chef Thomas Fox bekannt.

Ein Maßband der Baumarktkette Praktiker. dpa

Ein Maßband der Baumarktkette Praktiker.

Düsseldorf, WienDie Entscheidung über die weitere Zukunft der angeschlagenen Baumarktkette Praktiker ist gefallen. Wie das Unternehmen am Sonntagabend in einer Ad-hoc-Meldung mitteilte, hat der Aufsichtsrat einem Konzept zur Finanzierung der Sanierung zugestimmt.

Zudem gab Praktiker überraschend bekannt, dass Sanierer Thomas Fox, der erst im Oktober als Chef des Unternehmens angetreten war, gehen wird – und zwar sofort. Sein Vertrauter Josef Schultheis wird den Vorstand ebenfalls verlassen.

Ein Investor biete an, Praktiker ein Darlehen über 85 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, hieß es. Dieses solle noch durch eine Kapitalerhöhung auf Basis des bestehenden genehmigten Kapitals ergänzt werden. Die Praktiker-Hauptversammlung hatte dem Vorstand im Mai 2010 erlaubt, bei Bedarf Kapitalerhöhungen im Umfang bis zu 25 Millionen Euro vornehmen zu dürfen. Die Praktiker-Aktie kostete am Freitag 1,73 Euro.

Das gestern beschlossene Sanierungskonzept weicht von dem, das Fox Ende November initiiert hatte, ab: sowohl was die strategische Ausrichtung als auch die Kosten angeht. Fox wollte am Image von Praktiker als günstigem Baumarkt festhalten, die Märkte modernisieren und mit Extras wie Kundenlotsen am Eingang oder digitalen Fliesenterminals aufwerten. Dagegen sollte die Hamburger Praktiker-Tochter Max Bahr, die verstärkt auf Qualität und Service setzt und deutlich besser läuft, mit mehr Personal punkten. Fox hatte dafür etwa 300 Millionen Euro veranschlagt.

Nun kommt es anders: So soll eine größere Anzahl der Praktiker-Märkte, von denen es 234 in Deutschland gibt, auf Max Bahr – momentan mit 78 Märkten vertreten – umgestellt und Praktiker als preisaggressiver Discounter im Markt positioniert werden. Praktiker zufolge werde dieses Konzept von dem Investor „voll und ganz mitgetragen“ und beinhalte eine „erhebliche Verringerung des Finanzierungsvolumens“.

Kommentare (2)

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goldfinger

14.05.2012, 09:37 Uhr

Unfreundliches, arrogantes, gleichgültiges, genervtes Personal. Da geht man nur einmal hin und das war´s.

Moretti

14.05.2012, 21:05 Uhr

Praktiker hat genauso das Personal wie andere Baumärkte auch.Wenn jemand sich angenervt fühlt als Kunde,oder unfreundlich behandelt,sollte mal der Kunde in sich kehren und selbst einen Spiegel vorhalten wie ER dem Personal gegenübertritt.Ich gehe sehr gerne zu Praktiker,das Personal kennt man schon nach Jahren,werde stets Freundlich und Hilfsbereit bedient.

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