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24.12.2011

13:09 Uhr

Chemiekonzern

BASF will Standort Ludwigshafen stärken

BASF will auch 2012 neue Stellen am Standort Ludwigshafen schaffen. Obwohl der Chemiekonzern vor allem sein Wachstum in China und Brasilien fokussiert, sollen bis 2015 Milliarden Euro in Ludwigshafen investiert werden.

Ein Mitarbeiter der BASF geht über eine Treppe zu einem Tanklager. dpa

Ein Mitarbeiter der BASF geht über eine Treppe zu einem Tanklager.

LudwigshafenDer weltgrößte Chemiekonzern BASF hat für seinen Wachstumskurs vor allem die Schwellenländer wie China und Brasilien im Blick. Der Firmensitz und Standort in Ludwigshafen werde aber nicht ins Hintertreffen geraten, sagte BASF-Vorstandsmitglied Margret Suckale der Nachrichtenagentur dpa: „Für den Standort Ludwigshafen ist es immer eine gute Nachricht, wenn wir weltweit wachsen. Da wir im Verbund arbeiten, gibt es dann auch hier mehr Arbeit.“ Dieses Jahr seien in Ludwigshafen rund 900 Stellen geschaffen worden, mehr als vorhergesagt. Auch 2012 sei ein Stellenaufbau geplant.

Die in der Standortvereinbarung aus dem Jahr 2010 festgelegten Investitionen in Ludwigshafen von neun bis zehn Milliarden Euro bis zum Jahr 2015 würden umgesetzt, kündigte Suckale an. Ludwigshafen ist der größte Chemiestandort der Welt.

Die BASF geht für das laufende vierte Quartal weiter von einem verlangsamten Wachstum aus, wie das Vorstandsmitglied sagte. Mit Blick auf die Tarifrunde in der Branche erklärte sie, es müsse die Lage zu Beginn der Verhandlungen abgewartet werden. „Dabei ist klar: Die Volatilität der Märkte und Zurückhaltung der Abnehmer nimmt zu. Dem werden die Tarifparteien Rechnung tragen müssen.“

Suckale forderte die Politik auf, trotz der Energiewende für einen wettbewerbsfähigen Strompreis zu sorgen. „Die Industrie muss wettbewerbsgerechte Konditionen vorfinden, sonst werden diejenigen, die in andere Länder abwandern können, das möglicherweise tun.“

Von einer Frauenquote hält die einzige Frau im Vorstand des Chemie-Riesen weiter nichts. Sinnvoller sei, mit den richtigen Rahmenbedingungen „dafür zu sorgen, dass mehr Frauen überhaupt erst einmal in Führungspositionen kommen können“. Die BASF biete ihren Mitarbeiterinnen dazu flexible Arbeitszeiten und Kinderbetreuung. Der Anteil der Frauen in Führungspositionen soll sich bis 2020 auf 15 Prozent erhöhen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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vandale

24.12.2011, 23:53 Uhr

Ludwigshafen war lange Zeit der grösste integrierte Chemiestandort der Welt. Der Stromverbrauch entspricht mehr als 1 Kernkraftwerk. In der Zeit der Expansion dieses Chemiestandorts in den 70er Jahren plante man dort auch ein eigenes Kernkraftwerk welches preiswert Dampf, Wärme und Strom liefern sollte.
Neben dem Wunsch in den Absatzmärkten direkt präsent zu sein haben hohe Auflagen und hohe Energiepreise (Die Strompreise sind in D ca. doppelt so hoch wie ausserhalb Europas) in Deutschland dazu geführt das der Chemiestandort seine max. Bedeutung gesehen hat. Hohe Strompreise aufgrund der ökoreligiösen "Energiewende" und der in Deutschland drohende "Klimawandel" bedrohen den Standort.

Die Aussage den Chemiestandort stärken zu wollen sehe ich als Beruhigungspille für Beschäftigte und Gewerkschaften. Investitionen in neue Produktionsanlagen dürften Ausnahmen sein, ggf. gibt es neue Stellen in der F&E und der Verwaltung.

Die "Energiewende" droht mit nahezu beliebigen Erhöhungen des Strompreises. Der "Klimawandel" verteuert fossile Brennstoffe in unvorhersehbarer Weise. Wenn man den "Klimawandel" in Deutschland und Europa nicht bald beendet wird es in wenigen Jahren nicht mehr möglich sein in Ludwigshafen zu produzieren. Der Standort wird ein Klotz am Bein des erfolgreichen Konzerns sein.

Ich sehe in der dumpfen, fundamentalistischen Oekoreligion die keine Hemmungen hat erfolgreiche profitable Erwerbsquellen zu zerstören eine grosse Gefahr für die BASF.

Vandale

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