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21.03.2013

09:16 Uhr

Chemikalienhändler

Brenntag erhöht nach Rekordjahr die Dividende

Brenntag ist der größte Chemikalienhändler der Welt und hat 2012 erneut ein Rekordergebnis vorgelegt. Daran sollen auch die Aktionäre beteiligt werden. Konzernchef Holland setzt weiter auf Übernahmen.

Zentrale des Chemiehändlers Brenntag in Mülheim an der Ruhr. 2012 war wieder ein Rekordjahr. dapd

Zentrale des Chemiehändlers Brenntag in Mülheim an der Ruhr. 2012 war wieder ein Rekordjahr.

DüsseldorfDer weltgrößte Chemikalienhändler Brenntag will nach einem erneuten Rekordergebnis für 2012 eine höhere Dividende ausschütten und auch im laufenden Jahr weiter zulegen. Dabei setzt Konzernchef Steven Holland auch auf Übernahmen.

Brenntag wolle für 2012 eine Dividende von 2,40 (Vorjahr: zwei) Euro je Aktie zahlen, kündigte der Konzern am Donnerstag an. Brenntag schüttet damit mehr aus als von Analysten erwartet: Experten hatten im Mittel mit 2,30 Euro je Aktie gerechnet. Der Konzerngewinn nach Minderheiten war im vergangenen Jahr auf 336 (277) Millionen Euro gestiegen, Analysten hatten 327 Millionen Euro prognostiziert. Das operative Ebitda erreichte 706,6 (660)Millionen Euro.

Das sind die größten Chemieunternehmen Deutschlands

Platz 10

Das Ranking der umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen eröffnet Beiersdorf. Die Hamburger sind vor allem als Kosmetikhersteller mit Nivea und Co. bekannt. Umsatz 2012: 6,0 Milliarden Euro.

Platz 9

Die Lanxess AG ist ein Ableger von Bayer. Der Spezialchemie-Konzern machte 2012 einen Umsatz von 9,1 Milliarden Euro. Das reicht für den neunten Platz.

Platz 8

Das Chemie- und Pharmaunternehmen Merck KGaA mit Sitz in Darmstadt kommt auf Rang acht der Rangliste. 2012 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 11,2 Milliarden Euro.

Platz 7

Der Essener Konzern Evonik hat im Jahr 2012 einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das reicht für Platz sieben.

Platz 6

Boehringer Ingelheim ist das zweitgrößte forschende Pharmaunternehmen in Deutschland. Der Umsatz 2012: 14,7 Milliarden Euro.

Platz 5

Der Spezialgase-Spezialist Linde kommt auf den fünfte Rang der umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen. 2012 lag der Umsatz bei 15,3 Milliarden Euro.

Platz 4

Henkel kommt auf den vierten Platz der Rangliste. Der Düsseldorfer Konzern ist vor allem bekannt für Persil-Waschmittel und Pritt-Kleber. Der Umsatz 2012: 16,5 Milliarden Euro.

Platz 3

Das Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen Fresenius ist einer der größten Krankenhausbetreiber Deutschlands. Das Bad Homburger Unternehmen erzielte einen Umsatz von 19,3 Milliarden Euro (inklusive Pharma).

Platz 2

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer ist die deutsche Nummer zwei. Der Umsatz 2012 betrug 39,8 Milliarden Euro (inklusive Pharma).

Platz 1

BASF ist das weltweit größte Chemieunternehmen. Die Ludwigshafener haben im Jahr 2012 einen Umsatz von 78,7 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Für laufende Jahr stellte Brenntag-Chef Holland trotz „herausfordernder Marktbedingungen“ ein „Wachstum aller relevanten Ergebnisgrößen“ in Aussicht. Akquisitionsstrategie und Dividendenpolitik würden fortgesetzt, hieß es im Geschäftsbericht - Brenntag hatte auch 2012 mehrere Unternehmen übernommen, um das Wachstum anzukurbeln.

Das im Mülheim an der Ruhr ansässige Unternehmen handelt mit Industrie- und Spezialchemikalien und übernimmt dabei Aufgaben, die die großen Chemiekonzerne inzwischen ausgelagert haben. „Insgesamt erwarten wir ein langfristiges Wachstum des Marktes für Chemiedistribution“, hieß es im Geschäftsbericht.

Von

rtr

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