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28.08.2013

09:46 Uhr

China

Aufregung um verseuchte Milch war Fehlalarm

Persönlich war der Chef des neuseeländischen Molkerei-Konzerns Fonterra nach China gereist, um sich für verunreinigte Produkte zu entschuldigen. Wochen später ist klar: Es war ein Fehlalarm.

Lieferung von Fonterra-Produkten: Nach der Bakterienwarnung wurden betroffene Produkte vom Markt genommen. Jetzt stellt sich die Sorge als unbegründet heraus. Reuters

Lieferung von Fonterra-Produkten: Nach der Bakterienwarnung wurden betroffene Produkte vom Markt genommen. Jetzt stellt sich die Sorge als unbegründet heraus.

WellingtonDie weltweite Rückrufaktion von Produkten der neuseeländischen Molkerei Fonterra wegen möglicher Belastung mit giftigen Bakterien hat sich nach amtlichen Angaben als unbegründet erwiesen. Umfangreiche Tests im In- und Ausland hätten erwiesen, dass es sich um einen falschen Alarm handelte und die Verbraucher niemals in Gefahr waren, teilte am Mittwoch das neuseeländische Landwirtschaftsministerium mit.

Die Molkerei hatte Anfang August mitgeteilt, dass in drei Lieferungen eines Molkekonzentrats, das unter anderem in Säuglingsnahrung und Sportgetränken verarbeitet wird, das Bakterium Clostridium botulinum nachgewiesen worden war. Dieses kann eine lebensgefährliche Lebensmittelvergiftung auslösen. Jetzt gab das Ministeriums bekannt, es habe sich um das ungefährliche Bakterium Clostridium sporogenes gehandelt.

Die größten Konsumgüterhersteller der Welt

Platz 10

Tyson Foods

Umsatz 2012: 33,3 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus vier Prozent

Operative Marge (2012): vier Prozent

Quelle: OC&C

Platz 9

Archer Daniels Midland

Umsatz 2012: 34,7 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus sechs Prozent

Operative Marge (2012): zwei Prozent

Platz 8

Mondelez (ehemaliges Auslandsgeschäft von Kraft Foods)

Umsatz 2012: 35 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: minus zwei Prozent

Operative Marge (2012): 15 Prozent

Platz 7

JBS

Umsatz 2012: 37,3 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus 24 Prozent

Operative Marge (2012): vier Prozent

Platz 6

AnheuserBusch Inbev

Umsatz 2012: 39,8 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus zwei Prozent

Operative Marge (2012): 34 Prozent

Platz 5

Coca-Cola

Umsatz 2012: 47,9 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus drei Prozent

Operative Marge (2012): 24 Prozent

Platz 4

PepsiCo

Umsatz 2012: 65,5 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: minus zwei Prozent

Operative Marge (2012): 14 Prozent

Platz 3

Unilever

Umsatz 2012: 66 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus zehn Prozent

Operative Marge (2012): 14 Prozent

Platz 2

Procter & Gamble

Umsatz 2012: 83,7 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus drei Prozent

Operative Marge (2012): 18 Prozent

Platz 1

Nestlé

Umsatz 2012: 98,4 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus zehn Prozent

Operative Marge (2012): 16 Prozent

Nach der Bakterienwarnung hatten Abnehmer von Fonterra betroffene Produkte vom Markt genommen, vor allem in Asien. Der Firmenchef hatte sich persönlich in China entschuldigt, dem größten Absatzmarkt der Molkerei. Mitte August war der für Milchprodukte zuständige Manager des Unternehmens zurückgetreten.

Ein Ministeriumsvertreter verteidigte die amtliche Warnung vor den Fonterra-Produkten Anfang August: „Wir mussten auf Grundlage dessen handeln, was wir damals wussten“, sagte er am Mittwoch. „Damals hatten wir die Information, dass es ein Gesundheitsrisiko gab - und wir haben schnell reagiert.“

Von

afp

Kommentare (5)

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twsan

28.08.2013, 10:34 Uhr

Wir schießen erst - und denken später.
Wer bezahlt nun den Schaden? Der Staat als Verursacher?

walter.drews

28.08.2013, 11:33 Uhr

"Wir schießen erst - und denken später.
Wer bezahlt nun den Schaden? Der Staat als Verursacher?"

Was heißt denn hier Staat? Es war China. Niemand kann China verklagen.

Das ist eben das Risiko, wenn man mit China Geschäfte macht. So ein Fehlalarm kann ja mal passieren. Es reicht ein Augenzwingern eines Parteifunktionärs und es gibt sofort wieder einen Fehlalarm. Der Fehler kann bedauerlicherweise erst nach politischen oder anderen Zugeständnissen aufgeklärt werden. Wenn überhaupt...

fenfir

28.08.2013, 11:49 Uhr

Was soll die Frage nach dem Bezahlen?

Zuerst kommt die Gesundheit der Verbraucher.
Für die Verbraucher heist das, die Warnen
schon bei dem geringsten verdacht.
So einem Hersteller kann ich vertrauen.
Der versucht nichts zu vertuschen.
Das dürfte den Absatz und den Gewinn
nachhaltig erhöhen.
Das ein Manager allein deswegen gleich zu
beginn der Warnung zurück getreten ist zeigt
verantwortungs bewustsein.
Das fehlt hier bei uns

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