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17.12.2012

11:25 Uhr

Chinesischer Adidas-Rivale

Li Ning rutscht in die roten Zahlen

Der Wettbewerb auf dem Markt für Sportartikel ist hart. Zudem macht die weniger schnell wachsende Wirtschaft Chinas dem heimischen Hersteller Li Ning zu schaffen. Das Unternehmen warnte nun vor einem Verlust.

Eine Filiale von Li Ning. Reuters

Eine Filiale von Li Ning.

HongkongDas riesige Überangebot macht den Sportartikel-Herstellern in China immer stärker zu schaffen. Der größte heimische Anbieter Li Ning warnte am Montag vor einem substanziellen Verlust im Geschäftsjahr 2012. Das vom gleichnamigen Olympia-Turner gegründete Unternehmen nimmt bis zu 288 Millionen Dollar in die Hand, um die vollen Lager zu räumen. Das gleiche Problem haben auch die anderen lokalen Firmen. Die globalen Marktführer Nike und Adidas haben zwar auch Probleme, schlagen sich aber bislang im Vergleich besser.

Li Ning teilte mit, Vorräte und ältere Produkte aus dem Handel zurückzukaufen. Nach einer rasanten Expansion nach den Olympischen Spielen 2008 in Peking trifft die Branche nun, dass der Wettbewerb sehr hart ist, die chinesische Wirtschaft weniger schnell wächst und die Konsumenten oft Produkte globaler Marken wie Nike bevorzugen und diese als Statussymbol wahrnehmen. Die anderen lokalen Sportartikel-Hersteller hatten bislang vor allem mit Rabatten versucht, ihre Lager zu räumen. Nun wird der Druck auf sie noch größer werden.

Li-Ning-Aktien verloren zu Wochenbeginn vier Prozent ihres Wertes, im Jahresverlauf sind es sogar 23 Prozent. In dieser Woche werden noch die jüngsten Quartalszahlen von Nike erwartet. Der US-Konzern hatte zuletzt schon schlechte Nachrichten verbreiten müssen: Erstmals seit drei Jahren waren die Orders aus dem chinesischen Handel gefallen.

Von

rtr

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