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19.02.2014

13:59 Uhr

Chinesischer Billigflieger

Spring-Airline will mehr Airbus-Flugzeuge

In China sind die Billigflieger im Aufwind. Die Airline Spring bestellt nun offenbar bis zu 30 neue Airbus-Maschinen. Mit einem Börsengang will sich das Unternehmen für die weitere Expansion rüsten.

Der A320 als Vorbote eines Markttrends? Beobachter sehen Chinas Billig-Airlines, die ordentlich zukaufen, im Aufwind. Reuters

Der A320 als Vorbote eines Markttrends? Beobachter sehen Chinas Billig-Airlines, die ordentlich zukaufen, im Aufwind.

SingapurChinas größter Billigflieger Spring will seine A320-Flotte ausbauen. Ziel sei es, bis zu 30 Maschinen zu bestellen, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Airline, Wang Zhenghua, am Mittwoch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Nach Listenpreisen liege die Order bei rund drei Milliarden Dollar. Etwa zur Hälfte würden sparsamere Flugzeuge des Typs A 320 neo von Airbus gekauft. Die ersten Auslieferungen sollten im kommenden Jahr erfolgen. Die in Shanghai ansässige Fluglinie verfügt bereits über 40 der A 320-Maschinen.

Bisher wird der Luftverkehr in der Volksrepublik von staatlichen Fluggesellschaften wie Air China, China Eastern und China Southern dominiert. Experten sehen die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hinter den USA aber am Beginn eines Booms der Billig-Flugangebote, der in Europa mit Easy Jet und Ryanair längst erfolgt ist.

Das sind die besten Airbus-Kunden

Platz 10 – Emirates

Die Bestellung von Emirates ließ zum Ende des Jahres das Herz der Airbus-Verantwortlichen schneller schlagen. Denn die Araber orderten 50 Stück des Riesenfliegers A380, der im ganzen Jahr noch nicht verkauft worden war.

Rangliste nach Anzahl der bestellten Maschinen 2013, Quelle: Airbus

Platz 9 – Viva-Aerobus

Bei der mexikanischen Billig-Airline hat Airbus Konkurrent Boeing ausgestochen. Das Unternehmen will bis 2016 ihre komplette Boeing-Flotte gegen europäische Jets austauschen. Im Oktober bestellte Viva-Aerobus daher 40 Stück des A320neo und ein Dutzend herkömmliche A320 bei Airbus.

Platz 8 – Vueling

Der Billigflieger bereitet der British Airways- und Iberia-Mutter IAG viel Freude. Das Geschäft läuft gut, darauf lassen nicht zuletzt die Bestellungen schließen. 62 Mittelstreckenflieger A320 orderte IAG für Vueling, die sich ungefähr zur Hälfte auf Jets der herkömmlichen und der neuen Neo-Bauart aufteilen.

Platz 7 – ILFC

Das Flugzeug-Leasing-Unternehmen ILFC findet sich ebenfalls in der Top Ten der besten Airbus-Kunden. Die US-Gesellschaft aus Kalifornien bestellte bei den Europäern im Jahr 2013 50 Stück des Mittelstreckenjets A320neo und 15 A321.

Platz 5 – Turkish Airlines

Turkish Airlines erteilte den größten Auftrag seiner Geschichte – an Airbus. Insgesamt orderte die Gesellschaft 87 Flugzeuge: 53 Maschinen des A321neo, 25 herkömmliche A321, vier A320neo und fünf A330-300.

Platz 5 – Etihad

Die Golf-Airlines bestellten 2013 was das Zeug hält. Bei Airbus orderte Etihad insgesamt 87 Maschinen. Von den Mittelstreckenjets bestellten die Araber 26 Stück des A321neo und zehn A320neo. Mit 50 Maschinen des neuen A350 XWB will Etihad demnächst die Langstrecke bedienen. Dazu orderte die Fluggesellschaft eine A330-200F.

Platz 4 – Lufthansa

Die Deutsche Lufthansa teilte die größte Bestellung ihrer Unternehmensgeschichte auf und bestellte Flugzeuge bei Airbus und Boeing. Der europäische Luftfahrtkonzern konnte sich über die Order von 25 Langstreckenjets des Typs A350-900 freuen, die ab 2014 ältere A340-300 ablösen sollen. Zuvor hatte die Lufthansa bereits 100 Mittelstreckenflieger bestellt – 30 herkömmliche A320, 35 A320neo und 35 A321neo.

Platz 3 – American Airlines

Im Dezember 2013 schlossen sich American Airlines und US Airways nach langem hin und her zur neuen American Airlines zusammen. Anfang des Jahres hatte die alte American schon neue Airbus-Maschinen bestellt. 130 Mittelstreckenjets A321 sollen die fusionierte Fluggesellschaft in eine bessere Zukunft fliegen.

Platz 2 – Easyjet

Der Billigflieger rüstet auf: Easyjet orderte bei Airbus 144 Flugzeuge. Ausschließlich der Mittelstreckenjet A320 steht auf der Bestellliste. Mit den Maschinen verschiedener Baureihen will Easyjet Platzhirsch Ryanair weiterhin Druck machen.

Platz 1 – Lion Air

Mit der indonesischen Fluggesellschaft konnte Airbus im Jahr 2013 einen neuen Kunden hinzugewinnen. Und Lion Air schlug gleich richtig kräftig zu. Dir Airline bestellte insgesamt 234 Maschinen: 60 Stück des herkömmlichen Airbus A320, 109 A320neo und 65 Maschinen des A321neo. Lion Air wurde erst im Jahr 2000 gegründet und bedient insbesondere Ziele innerhalb der Insel-Nation Indonesien.

So entstehen in China immer mehr Flughäfen und es können sich immer mehr Menschen leisten, in ihrer Freizeit zu fliegen oder sie müssen dies beruflich tun. „Wir gehen davon aus, dass es bis Anfang 2015 vier bis fünf Billigflieger in China gibt. Der Wettbewerb wird sich verschärfen und darauf müssen wir vorbereitet sein“, so Wang. Es werde zu einem Preiskampf kommen.

Spring will noch in diesem Jahr an die Börse in Shanghai gehen. Dies hatte sich zuletzt immer wieder verzögert. Die Einnahmen aus der Neuemission sollen laut Wang unter anderem dazu verwendet werden, die Erneuerung und Erweiterung der Flotte zu finanzieren.

Von

rtr

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