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16.10.2015

14:45 Uhr

Chinesischer Onlinehändler

Alibaba will Youtube-Klon kaufen

Youku-Tudou heißt das chinesische Youtube-Pendant. Nun streckt der Handelsgigant Alibaba seine Fühler nach dem größten Videoportal des Landes aus: Der Onlinehändler will die Plattform für 4,2 Milliarden Dollar kaufen.

Chinas größter Onlinehändler will Chinas größte Videoplattform Youku-Tudou kaufen. Reuters

Alibaba

Chinas größter Onlinehändler will Chinas größte Videoplattform Youku-Tudou kaufen.

Shanghai/BangaloreDer chinesische Online-Händler Alibaba will Milliarden in die Übernahme des Youtube-Pendants Youku Tudou investieren. Alibaba legte am Freitag ein Angebot vor, das einen Aufschlag von gut 30 Prozent auf den Schlusskurs der Youku-Tudou-Aktie von Donnerstag vorsieht. Das Unternehmen signalisierte, die Offerte zu unterstützen.

Alibaba besitzt bereits gut 18 Prozent der Anteile an dem chinesischen Videostreaming-Dienst. Für die restlichen 82 Prozent werden nun rund 4,2 Milliarden Dollar fällig. Ähnlich wie der US-Rivale Amazon will Alibaba damit Kunden auch verstärkt Medieninhalte anbieten.

Wer an YouTube verdient

Google

Der Internetkonzern kaufte Youtube im Oktober 2006, gerade einmal 19 Monate nach der Gründung der Videoseite. Google zahlte 1,65 Milliarden Dollar für Youtube. Das war damals der teuerste Zukauf in der Firmengeschichte, der sich aber rentiert haben dürfte.

Google (2)

Wie viel Google mit Youtube verdient, gibt das Unternehmen allerdings nicht gesondert an. Die Marktforschungsfirma eMarketer schätzt, dass Youtube 2015 etwa 1,13 Milliarden Dollar Umsatz mit Werbung gemacht hat.

Youtube-Stars

Youtube ist eine der meist genutzten Webseiten unter Jugendlichen, beliebte Videomacher können dort hunderttausende Fans sammeln. Wer so eine große Gefolgschaft hat, kann mit Werbung in den eigenen Videos und Zusammenarbeit mit Unternehmen Geld verdienen.

Youtube-Stars (2)

Besonders bekannte Youtuber wagen den Sprung in andere Bereiche: Die deutschen Slimani-Geschwister haben ein Buch und eine Modereihe herausgebracht, auch andere Youtuber sind mit Büchern auf dem Markt.

Vermarktungs-Netzwerke

Die Netzwerke sind sozusagen die Plattenfirmen der Youtube-Welt. Sie fördern Talente und sorgen für die Vermarktung von Anzeigen. Dafür verdienen sie an den Werbeeinnahmen mit.

Netzwerke (2)

Allerdings knirscht es hier: Mehrere bekannte Youtuber verließen jüngst das große deutsche Netzwerk Mediakraft. Sie beklagten Kommerzialisierung und mangelnde Unterstützung. Kurz danach ging auch Mediakraft-Mitgründer Christoph Krachten.

Unternehmen

Längst haben Firmen entdeckt, dass sie über Youtube ihre Produkte vermarkten können. Denn hier gucken Menschen freiwillig Werbung. Viele Firmen versuchen, witzige oder unterhaltsame Videos zu drehen, die die Nutzer von selbst weiterverbreiten. Außerdem geben sie Geld für Werbeeinblendungen vor und während Videos aus.

Unternehmen (2)

Ein Hindernis bei der Werbevermarktung ist, dass Youtube-Videos oft ausgefallen sind und die Qualität sehr unterschiedlich ist. Youtube hat daher ein Auswahl-Programm entwickelt. Damit können Werbekunden festlegen, dass ihre Videoanzeigen nur bei den beliebtesten Videos in bestimmten Kategorien auftauchen.

Von

rtr

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