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16.05.2016

16:00 Uhr

Clas Ohlson startet in Deutschland

Die Schweden wollen es wissen

VonHelmut Steuer, Christoph Kapalschinski

Ob Ikea, H&M oder Stadium – viele Handelskonzerne aus Schweden feiern hierzulande großen Erfolg. Ein weiterer steht nun in den Startlöchern: Der Traditionshändler Clas Ohlson eröffnet seine erste Filiale in Hamburg.

Büroklammer, Schrauben, Werkzeuge: Der schwedische Handelskonzern Clas Ohlson eröffnet am Donnerstag seine erste Filiale in Deutschland. Clas Ohlson Presse

„Moderner Eisenwarenhandel“

Büroklammer, Schrauben, Werkzeuge: Der schwedische Handelskonzern Clas Ohlson eröffnet am Donnerstag seine erste Filiale in Deutschland.

Stockholm, HamburgFast jeder Schwede hat hier schon eingekauft, das Unternehmen kommt in Romanen vor und wurde mehrfach besungen: Clas Ohlson zählt zu den Ikonen der schwedischen Wirtschaft. Der Name ist jedem Bürger ein Begriff, denn der Katalog der Handelskette liegt in nahezu jedem schwedischen Haushalt. Einen großen Unterschied zu Weltkonzernen wie Ikea, H&M oder Volvo gibt es aber: Clas Ohlson, der moderne Eisenwarenhandel, wie der Konzern sein Konzept am liebsten beschrieben sehen will, ist in Deutschland noch so gut wie unbekannt. Das soll sich jetzt ändern.

Am Donnerstag dieser Woche eröffnet das erste Clas-Ohlson-Geschäft in Hamburg. In bester Lage am Jungfernstieg wollen die Schweden beweisen, dass ihr Konzept auch in Deutschland aufgeht. „Wohnen, Heimwerken, Elektro, Multimedia, Freizeit, Ersatzteile“ – so werben die Schweden derzeit für ihren Gemischtwarenladen.

Und die Premiere wird mit einigem Aufwand vorbereitet: Die zentrale unterirdische S-Bahn-Station Jungfernstieg ist seit Wochen in der Firmenfarbe hellblau tapeziert. Abbildungen von Produkten aus dem Sortiment – von der Haushaltsleiter bis zum Smartphone – sollen den Hamburger Pendlern nahebringen, was sie erwartet.

Der Standort ist ungewöhnlich für einen Laden, der keine Mode anbietet: Die neue Filiale entsteht direkt an der Binnenalster am Jungfernstieg – eine traditionelle Lage für hochpreisige Mode, nur wenige Meter vom noblen Shopping-Tempel Alsterhaus entfernt. Zwei weitere Filialen testet Clas Ohlson im Jahresverlauf an weniger exponierten Stellen – aber doch in guten Lagen. Die Schweden gehen in eine ehemalige Zara-Filiale im Nebenzentrum am Altonaer Bahnhof und ziehen in ein großes Hamburger Einkaufszentrum ein.

Clas-Ohlson-Chef Klas Balkow zeigt sich erfolgssicher: „Deutschland ist ein Markt, den wir seit einigen Jahren beobachten“, erklärte er dem Handelsblatt. „Wir glauben, dass unser Konzept die deutschen Verbraucher ansprechen wird“. Balkow, der den börsennotierten Konzern seit 2007 leitet, gibt sich selbstsicher, da Clas Ohlson „zu den stärksten Markennamen in Nordeuropa zählt“, wie er sagte. „Unser Konzept hat das Potenzial, auch auf dem deutschen Markt so stark zu werden“.

Der Konzern, der 1918 in Insjön, im Herzen der mittelschwedischen Provinz Dalarna als Versandhandel gegründet wurde, betreibt rund 200 Geschäfte in Schweden, Norwegen, Finnland, Großbritannien und den Vereinigten Emiraten und setzt mit seinen 4700 Mitarbeitern mehr als 7,5 Milliarden Kronen (803 Millionen Euro) im Jahr um.

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