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31.03.2016

17:36 Uhr

Cockpit, Ufo und Co

Lufthansa-Gewerkschaften schließen sich zusammen

Gemeinsam gegen Eurowings: Die Gewerkschaften der Lufthansa-Mitarbeiter in Deutschland, Österreich und der Schweiz schließen sich zusammen. Ein „Anti-Lufthansa-Bündnis“ soll der neue Verband „DACH“ aber nicht werden.

Ufo, Cockpit, Vida, Kapers und Aeropers wollen im Bündnis „DACH“ auf internationaler Ebene agieren. dpa

Streik der Flugbegleiter in Frankfurt

Ufo, Cockpit, Vida, Kapers und Aeropers wollen im Bündnis „DACH“ auf internationaler Ebene agieren.

FrankfurtIn den deutschsprachigen Stammländern des Lufthansa-Konzerns schließen sich die Gewerkschaften des fliegenden Personals zu einem Bündnis zusammen. Man wolle auf internationaler Ebene gegen Lohn- und Sozialdumping vorgehen, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag in Frankfurt.

Hintergrund ist die Eurowings-Billigstrategie des größten europäischen Luftverkehrskonzerns, der aktuell Flugzeuge von einer deutschen auf eine österreichische Gesellschaft verlagert. Über die Arbeitsbedingungen außerhalb des deutschen Tarifrechts wird mit der österreichischen Gewerkschaft Vida verhandelt. Es handele sich aber nicht um ein „Anti-Lufthansa-Bündnis“, sagte Tarifpolitiker Steffen Frey von der deutschen Kabinen-Gewerkschaft Ufo.

„Dem Sparwahn und überbordenden Einsparungen auf Kosten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erteilt unsere Allianz eine klare Absage“, erklärte Vida-Luftverkehrsexperte Johannes Schwarcz laut Mitteilung. Nähere Einzelheiten sollen in der kommenden Woche bei einer Pressekonferenz in Wien folgen.

Der Umbau von Germanwings zu Eurowings

Germanwings

Germanwings war mit seiner Basis am Flughafen Köln/Bonn einst die drittgrößte Fluggesellschaft Deutschlands.

Quelle: dpa

Umbau

Auf Sicht wird die Marke allerdings in den kommenden Jahren von den Rollfeldern verschwinden, weil der Lufthansa-Konzern sein komplettes Billigflugangebot mittlerweile über die Plattform Eurowings organisiert.

Konkurrenzkampf

So will sich der Konzern im Kampf gegen Konkurrenten wie Easyjet und Ryanair behaupten.

Kein Markenauftritt

Die Marke Germanwings, die 2002 gegründet und 2013 neu gestaltet wurde, hat seinen eigenständigen Markenauftritt bereits ebenso verloren wie seine Präsenz im Internet und im Vertrieb.

Jets

Die Germanwings-Jets werden in den kommenden Jahren umgestaltet.

Germanwings-Absturz

Der Name Germanwings wird noch lange mit dem wohl vom Co-Piloten herbeigeführten Absturz des Flugs 4U9525 verbunden werden, bei dem im März 2015 alle 150 Menschen im Flugzeug ums Leben kamen.

Verzögerter Markenwechsel

Der Markenwechsel hin zu Eurowings war aus unternehmensstrategischen Gründen aber schon vor der Katastrophe beschlossene Sache - die Tragödie hat den Umbau eher verzögert als beschleunigt.

Dem Bündnis „DACH“ gehören die deutschen Verbände Ufo und Vereinigung Cockpit, die österreichische Vida sowie die Schweizer Gewerkschaften Kapers und Aeropers an. Im vierten Lufthansa-Stammland Belgien ist bislang noch keine Gewerkschaft dem Bündnis beigetreten. Dies werde aber angestrebt, wie auch eine weitere Internationalisierung.

Von

dpa

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