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21.04.2011

10:59 Uhr

Colonia Real Estate

Immobilienfirma legt tiefrote Zahlen vor

Die Colonia Real Estate geht mit tiefroten Zahlen in die Hände ihrer neuen Mehrheitseignerin TAG über - dabei hatte sie sich erst im Vorjahr mühevoll zurückgekämpft. Doch etliche Faktoren belasten nun die Bilanz.

Wohn- und Geschäftshäuser in Dresden. Quelle: ap

Wohn- und Geschäftshäuser in Dresden.

FrankfurtFür 2010 wies das Kölner Unternehmen am Donnerstag einen unerwartet hohen Nettoverlust von 27,2 Millionen Euro aus. Erst im Vorjahr hatte sich die von der Finanzkrise gezeichnete Colonia mit Mühe in die Gewinnzone zurückgekämpft und einen Gewinn von sieben Millionen Euro geschafft. Nach früheren Angaben sollte das Ergebnisniveau 2010 mindestens gehalten werden. Doch nun schlugen nicht nur hohe Investitionen in den Wohnungsbestand und ein anhaltend schwaches Vermietungsgeschäft ins Kontor. Auch Steuereffekte belasteten die Bilanz: Wegen der Übernahme durch TAG konnte Colonia bisherige Vergünstigungen nicht mehr nutzen. Zwar hatte Colonia schon im Dezember gewarnt, die Steuereffekte würden das Ergebnis negativ beeinflussen. Die jetzt mit einiger Verzögerung vorgelegten Zahlen fielen Analysten zufolge aber noch schwächer aus als erwartet.

Die Anleger reagierten entsprechend enttäuscht: Die noch im Kleinwerteindex SDax notierte Colonia-Aktie verlor im frühen Handel mehr als zwei Prozent auf 5,10 Euro. Die Papiere von TAG verbuchten dagegen ein kleines Plus von 0,1 Prozent auf 6,99 Euro. Colonia ist mit rund 19.000 Wohnungen eine der größten Wohnungsgesellschaften in Deutschland, wird von der Konkurrenz aber abgehängt. Vor allem der Leerstand bleibt im Vergleich zu den Branchenführern Gagfah und Deutsche Wohnen hoch: Bei Colonia lag er Ende 2010 bei 12,9 (Vorjahr: 13,6) Prozent, angepeilt war eine Quote von unter zwölf Prozent. Dabei investierte Colonia rund 14 Millionen Euro in ihre Immobilien, um wieder mehr Mieter anzulocken. Das Vermietungsergebnis brach um 26 Prozent auf 24,3 Millionen Euro ein.

Für TAG-Chef Rolf Elgeti, der nun auch die Geschäfte der Colonia führt, bedeutet das viel Arbeit. Schon im laufenden Jahr erwartet er einen deutlichen Ergebnisbeitrag der Colonia, damit TAG den angekündigten Vorsteuergewinn von 50 bis 60 Millionen Euro erreichen kann. Elgeti setzt auf Einsparungen und will im Asset Management Synergien heben. "Das Jahr 2011 wird kein leichtes werden", schrieb er im Geschäftsbericht der Colonia.

Von

rtr

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