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03.10.2013

20:17 Uhr

Comeback der Traditionsmarke

Hertie hofft auf das digitale Weihnachtsgeschäft

Die Traditionsmarke Hertie ist wieder da: Zwei Osnabrücker Kaufleute hatten sich die Namensrechte des 2008 in die Insolvenz gegangenen Unternehmens gesichert. Die Kette lebt weiter – als Online-Shop.

Viele Filialen der früheren Hertie-Warenhäuser stehen bis heute leer. Hertie selbst ist zurück – als Online-Kaufhaus. dpa

Viele Filialen der früheren Hertie-Warenhäuser stehen bis heute leer. Hertie selbst ist zurück – als Online-Kaufhaus.

OsnabrückTotgesagte leben länger. Während in einigen Innenstädten die verrammelten und leerstehenden früheren Hertie-Warenhäuser noch auf Investoren warten, machen die beiden Osnabrücker Kaufleute Jan und Nils Klöker unter dem Namen der vor fünf Jahren in die Insolvenz gegangenen Traditionskette wieder Geschäfte. Hertie ist zurück - als Online-Kaufhaus.

Im vergangenen Jahr hatten sich die Klökers von Hertie-Insolvenzverwalter Biner Bähr die Namensrechte gesichert. Lange feilten sie am Konzept des neuen Shops, Mitte September sind sie gestartet. „Hertie - Viel Spaß beim Einkaufen“ lautet der Slogan.

Erfolgsfaktoren für Web-Shops

Front-End und Back-End

Sie müssen nahtlos miteinander integriert sein. Das heißt, wenn der Besucher im Shop eine Bestellung auslöst, muss dieser Prozess in den nachgelagerten Warenwirtschafts-, Kundenwirtschafts- und Produktmanagementsystemen sauber abgebildet werden.

Multi- und Cross-Channel

"In Zukunft wird es immer wichtiger sein, mehrere Kanäle gleichzeitig zu bedienen und diese gut miteinander zu vernetzen", so Reupert. Beispielsweise können integrierte Prozesse in den Webshops von Einzelhändlern eine Funktion bieten, über die der Besucher herausfindet, ob ein Artikel in einer bestimmten Filiale vorrätig ist. "Denn nach wie vor informieren sich viele Kunden im Internet und kaufen dann doch im stationären Handel."

Mobile Enablement

Der Trend zum Smartphone hält an und darum ist es für Shop-Betreiber elementar, den Shop-Content auch mobil zur Verfügung zu stellen, um Kunden nicht an technisch fortschrittlichere Konkurrenten zu verlieren.

Produktdatenqualität

Studien haben gezeigt, dass rund ein Drittel der Kaufabbrüche in einem Web-Shop auf der Produktdetailseite erfolgen. Daher ist die Qualität von Produktbeschreibungen und Produktbildern elementar wichtig. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, rät Reupert: Besser als die Mitbewerber über Produkte informieren, bessere Usability und effektive Suchmaschinenoptimierung.

Quelle: Achim Reupert, Experte des Dienstleisters Nionex, auf Mittelstandsmanager.de

Im Online-Geschäft sind der 33 Jahre alte Nils und sein 36 Jahre alter Bruder Jan längst keine Greenhorns mehr. Seit 1996 betreibt Jan Klöker Internet-Handel. „Sie haben das Geschäft von der Pike auf gelernt“, sagt Unternehmenssprecher Oliver Pohlmann. Ihre HDK AG sei eine familiengeführte Firma mit mittlerweile 20 Shops und 50 Mitarbeitern.

Die beiden Unternehmer setzen auf die immer noch große Bekanntheit der Marke Hertie. Wer einen neuen Namen bekanntmachen wolle, müsse Unsummen von Geld in Werbung stecken. „Auch heute noch kennen 70 bis 80 Prozent der Menschen Hertie“, sagt Pohlmann.

Kommentare (3)

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wolfshund

03.10.2013, 20:27 Uhr

Bloß nie im Internet einkaufen!!! Immer, immer den Laden um die Ecke und damit Arbeitsplätze von Nachbarn stützen! Es gibt noch immer Kaufhof/Karstadt in großen Städten.
Vorsicht vor Kreditkartendaten. Vorsicht vor gefakten Websiten! Es geht alles auch ohne im Internet einzukaufen! Wer kaufen/shoppen muss, ist einfach: hirnfrei!

Hempstar

03.10.2013, 20:40 Uhr

Das Internet hilft gerade auch vielen kleinen traditionellen Manufakturen ein Überleben zu sichern.

Account gelöscht!

04.10.2013, 04:10 Uhr

Ich kaufe mittlerweile einen Großteil aller benötigten Waren im Internet ein; oft bei Amazon oder anderen absolut vertrauenswürdigen Webseiten.
*
Reisen, d.h. Flüge und Hotels buche ich dort schon seit vielen Jahren, d.h. seit es das Internet gibt.
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Probleme hatte ich nach meiner Erinnerung noch nie. Kreditkartenbetrug kenne ich auch nicht. Das Abgreifen von Kreditkartendaten im Restaurant ist übrigens viel einfacher als im Internet. Dort kann sich der Kassierer in Ruhe Namen, Kartennummer und Geheimzahl (auf der Rückseite) abschreiben.

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