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02.02.2012

22:16 Uhr

„Concordia“-Wrack

Costa Crociere vergibt Auftrag zur Bergung

Rund drei Wochen nach dem Unglück des Kreuzfahrtschiffes „Costa Concordia“ hat die italienische Reederei die Bergung des Wracks ausgeschrieben. Sieben bis zehn Monate sollen nötig sein, um die Arbeiten durchzuführen.

Das havarierte Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ vor Giglio in Italien. dapd

Das havarierte Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ vor Giglio in Italien.

RomDie italienische Reederei Costa Crociere hat die Bergung ihres vor der italienischen Küste havarierten Kreuzfahrtschiffes „Costa Concordia“ ausgeschrieben. Zehn Unternehmen aus aller Welt sollten einen „Arbeitsplan“ vorlegen, wie das Wrack „vollständig entfernt“ werden könne, teilte das in Genua ansässige Unternehmen am Donnerstag mit. Die Arbeiten sollten in der kürzestmöglichen Zeit über die Bühne gehen, zugleich aber höchsten Sicherheitsanforderungen genügen und die Umwelt so wenig wie möglich belasten.

Eine Entscheidung über die Vergabe des Auftrags solle Ende März fallen, angesichts der „Komplexität des Vorhabens“ könne es aber zu Verzögerungen kommen, erklärte Costa Crociere, ein Tochterunternehmen des US-Konzerns Carnival. Italienischen Behördenvertretern zufolge kann das Schiff möglicherweise aufgerichtet und weggeschleppt werden. Ansonsten müsste es vor Ort zerlegt werden. Der Leiter des italienischen Krisenstabs, Franco Gabrielli, rechnet damit damit, dass nach Vergabe des Auftrags sieben bis zehn Monate nötig sein werden, um das Wrack zu bergen.

Die „Costa Concordia“ war am Abend des 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio havariert. Bei dem Unglück kamen vermutlich 32 Menschen ums Leben, darunter mindestens sechs Deutsche.

Von

afp

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